Genthin. Dicht gedrängt verfolgten am Sonntagvormittag zahlreiche Gäste die Ausstellungseröffnung im Wasserturm. Siegfried Dragendorf, Hobbyfotograf aus Jerichow, zeigt etwa 40 Arbeiten, aufgenommen in analoger und digitaler Technik, unter dem vielversprechenden Titel "Meer und mehr".

Dr. Eva-Maria Rohmann, Vorsitzende des Genthiner Kunstvereins, bescheinigte dem Jerichower in ihren begrüßenden Worten eine "außerordentliche Wahrnehmung" für ein Motiv, das vielen anderen durch die Hektik des Alltages längst verlorengegangen sei.

Siegfried Dragendorf, der die Fotografie seit den 1970er Jahren als ein Hobby betreibt und mit den Jahren perfektioniert hat, warb vor dem Publikum ungezwungen für seine Foto-Leidenschaft. Er könne den Handyfotografien nichts abgewinnen, sagte er sinngemäß. Er könne deshalb nur empfehlen, mit einer ordentlichen Kamera Aufnahmen zu machen und sie auch entwickeln zu lassen. "Sie werden feststellen, dass sie das Gleiche können wie der alte Dragendorf", scherzte der studierte Maschinenbauingenieur.

"Bild bleibt Bild", gab der Jerichower seinen Gästen mit den Weg. Eine Philosophie, die zahlreiche Besucher der Ausstellungseröffnung offenbar teilten und mit Siegfried Dragendorf in einen angeregten Erfahrungsaustausch traten. Aufnahmetechnik, Motive - Dragendorf ließ sich gern auf eine Plauderei ein.

Erfreulich aus Sicht des Genthiner Kunstvereins war der Umstand, dass insbesondere viele Gäste aus Jerichow am Sonntagvormittag zur Ausstellungseröffnung nach Genthin kamen. Darunter auch die Lehrerin im Ruhestand Gudrun Jahn. Sie freue sich über die Leistung ihres ehemaligen Schülers Siegfried Dragendorf, der es in der Fotografie zu etwas gebracht habe, sagte die rüstige Dame aus der Elbestadt am Rande der Vernissage.

Die Ausstellung ist zu den üblichen Öffnungszeiten im Genthiner Wasserturm zu besichtigen.

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