Im Jugendhaus Thomas Morus wurden vor kurzem Yu-Gi-Oh Karten getauscht. Für alle, die jetzt nur Bahnhof verstehen: Das ist ein Sammelkartenspiel des japanischen Unternehmens Konami.

Genthin. Von Japan aus eroberten die Karten die USA und schließlich Europa. Mittlerweile sind sie so beliebt, dass internationale Wettkämpfe ausgetragen werden. Auch zu Tauschbörsen treffen sich Anhänger regelmäßig. So auch im Genthiner Jugendhaus Thomas Morus.

Florian Einigkeit hat bei der Tauschbörse seinen blauäugigen weißen Drachen gegen den finsteren schwarzen Drachen getauscht. Neuer Besitzer der Sammelkarte ist Janosch Heinzelmann. Der 13-Jährige sortiert die Karte gleich in sein Album ein. "Das muss sein, sonst komme ich durcheinander", sagt Janosch.

"Bin gespannt auf die Karten der anderen "

Kein Wunder - schließlich ist er stolzer Besitzer von etwa 1 200 Karten. Yu-Gi-Oh scheint Männersache zu sein. Mädchen sind jedenfalls nicht zum Tauschen ins Jugendhaus gekommen. Yu-Gi-Oh Karten - die Briefmarken des 21. Jahrhunderts? Fast scheint es so, jedenfalls haben die meisten Jungs Alben dabei, in die sie die Karten fein säuberlich einordnen.

Das Spiel begeistert nicht nur die Jüngeren. Auch Marcel Menz gesellt sich zu der in den Tausch vertieften Gruppe. Der 21-Jährige zeigt seinen dicken Hefter voller Karten. "Ich bin gespannt, was die anderen zum Tauschen dabei haben."

Die Börse im Thomas Morus Haus findet zum zweiten Mal statt, erzählt Erzieherin Birgit Heinzelmann.

"Das wollen wir unbedingt beibehalten"

"Das erste Treffen war so voll, dass wir das unbedingt beibehalten wollten." Gesagt - getan. Die Aktion kam auch beim zweiten Mal gut an und soll nun feste Größe im Kalender des Hauses werden. "Jeden letzten Freitag im Monat können bei uns Yu-Gi-Oh Karten getauscht werden", so Heinzelmann.