Die Volksstimme rief dazu auf, der Stadt Blumen für die Bepflanzung zu schenken. Jetzt ist die Sensation perfekt. Innerhalb von nicht mal zwei Wochen spendeten die Genthiner der Stadt so viele Pflanzen, dass alle öffentlichen Beete und Rabatten bepflanzt werden können. Und nicht nur die!

Genthin. Solche Termine mag Bürgermeister Wolfgang Bernicke garantiert. Die Stadt bekommt ein großes Geschenk, und er kann es symbolisch für die Einwohner entgegennehmen. Gestern schenkte Günther Pauer, Geschäftsführer des "Genthiner Gartenbaus", den Einwohnern der Kanalstadt rund 2000 Stiefmütterchen. "Wenn man wie wir seit fast 50 Jahren mit unserem Unternehmen hier zu Hause ist, dann möchte man der Stadt auch etwas Gutes tun", so Pauer gegenüber der Volksstimme. "Mit unseren Pflanzen helfen wir, dass die Stadt ein bisschen bunter wird, und das ist doch schön."

"Die Stadt bekommt, was sie sich wünscht."

Rund vier Millionen Pflanzen wachsen beim "Genthiner Gartenbau". Von A wie Azalee bis Z wie Zinnien reicht das Angebot an Pflanzen. Auch Gemüsegärtner, die beispielsweise ihre Tomaten, Gurken und Bohnen selbst anbauen möchten, werden hier fündig. Auf rund 35 000 Quadratmeter unter Glas und auf zirka fünf Hektar Freiland stehen Blumen und Pflanzen dicht an dicht. Die werden nicht nur überall in Deutschland verkauft, sondern auch in Polen, Belgien und Finnland. "Die 75 festangestellten Mitarbeiter sind schon ein Teil des wirtschaftlichen Rückgrats unserer Stadt", freut sich der Bürgermeister.

Und natürlich freut er sich über die Blumenspende. "Wir haben durch die vielen Spenden so viele Frühlingsblüher bekommen, dass sie nicht nur für unsere Flächen im Stadtzentrum reichen, sondern auch für wunderbare Bepflanzungen in Wohngebieten. Unsere Ortsteile bekommen von der farbigen Pracht natürlich etwas ab. Haben wir vor den Eingemeindungen nur 1500 Pflanzen gebraucht, so sind es jetzt über 2000. Die haben wir jetzt durch die große Spendenbereitschaft mehr als zusammen", so der Bürgermeister.

Dann zieht Günther Pauer noch zwei Joker aus dem Ärmel. "Wenn die Stiefmütterchen verblüht sind, müssen die Sommerpflanzen in den Boden. Auch die sponsert unser Betrieb komplett", sagt er ganz nüchtern und überrascht damit den Bürgermeister. Welche Blumen kommen konkret in die Erde? "Natürlich die, die die Stadt sich wünscht", so Krause.

Doch auch damit ist es noch immer nicht genug: "Ab sofort schenken wir der Stadt in jedem Jahr die Frühlingspflanzen", lächelt der Diplom-Gartenbauingenieur und freut sich, dass ihm diese Überraschung gelungen ist.

Wer einmal hinter die Kulissen des "Genthiner Gartenbaus" schauen möchte, der hat dazu am 30. April ab 10 Uhr Gelegenheit. Die Eröffnung des Tages der offenen Gärtnereitür findet hier statt. Führungen und ein Programm werden angeboten. An diesem Tag wird Günther Pauer sicher auch das eine oder andere Dankeschön der Genthiner für seine Spende hören.

Das hörte er bereits gestern vom Bürgermeister. Wolfgang Bernicke: "Ich freue mich natürlich über das Engagement des Unternehmens. Gleichzeitig möchte ich mich bei allen Spendern sehr herzlich bedanken. Egal, ob zehn oder 100 Blumen gespendet wurden. Jede einzelne zeigt die Verbundenheit der Genthiner mit ihrer Stadt."

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