Während die ersten Störche bereits in der Region eingetroffen waren, hatte "Storchen-Pate" Mario Firla am Wochenende nochmal einen Großeinsatz um einige ihrer Sommerwohnungen in Ordnung zu bringen: In Güsen war der Mast erneuert worden, in Bergzow musste das Nest erleichtert werden, und auch in Brettin und Kleinmangelsdorf waren Arbeiten an den Horsten notwendig.

Güsen/Bergzow/Brettin. Es war noch nicht zu spät für diese Arbeiten, betonte Mario Firla am Sonnabend, denn zu diesem Zeitpunkt seien noch nicht mal zehn Prozent der Störche zurück gewesen. Großaktionen wie an diesem Wochenende muss er dann planen, wenn er die notwendige Unterstützung bekommt, und das war in diesem Fall vor allem der große Hubsteiger, der solche Arbeiten enorm erleichtert oder sogar erst möglich macht.

Erste Station war in Güsen. Dort gibt es seit etlichen Jahren einen Storchenhorst auf einem ehemaligen Strommast im Breiten Weg, etwa 200 Meter entfernt von der Kirche. Der Mast war inzwischen marode und damit die Sicherheit von Adebars Behausung gefährdet. Bereits am 4. März sei deshalb der alte durch einen neuen Mast ersetzt worden, berichtete Mario Firla. E.ON/Avacon habe ihn zur Verfügung gestellt, und die GA Energieanlagenbau Nord habe ihn kostenlos aufgestellt. Auf diesen brachte Mario Firla mit Unterstützung von Jörg Dummer, der mit der Arbeitsbühne aus dem Oberhavelland gekommen war, und Mirko Räcke aus Bergzow nun eine neue Horstunterlage und bereitete diese für den Einzug der Störche vor.

Weiter ging es nach Bergzow. Seit vielen Jahren schon gibt es hier ein Storchennest auf dem Schlauchturm des alten Feuerwehrgerätehauses. Von so einem alten Nest muss alle paar Jahre Material abgetragen werden, sonst stürzt es irgendwann ab, weil es zu groß und zu schwer geworden ist. Das wäre an solchen Stellen nicht nur für die Störche und ihren Nachwuchs gefährlich.

Da hier, direkt über einem bewohnten Grundstück, das Material nicht einfach hinunter geworfen werden konnte, gaben sich Mario Firla und Jörg Dummer große Mühe, es Stück für Stück in einen großen Plastebehälter zu ziehen und nach unten in den mitgebrachten Auto-Hänger zu befördern.

In Brettin war es wiederum notwendig, die komplette Unterlage herunter zu holen, aber auch das klappte gut, berichtete Firla - ebenso die Arbeiten an der letzten Station, in Kleinmangelsdorf.

Nun ist in der Region alles bereit für die Ankunft der Störche. Wenn dann Brut und Jungvogelaufzucht begonnen haben, geht es für Mario Firla in die nächste Runde. Dann kümmert sich der Weißstorchbeauftragte des Landkreises darum, dass - falls den Altvögeln etwas zustößt - Eier oder Jungvögel im Storchenhof oder in Nestern von "Adoptiv-Storcheneltern" ausgebrütet beziehungsweise großgezogen werden. Und dann wird auch wieder die neue Storchengeneration beringt.

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