Es steht nun fest: Ab kommenden Sonnabend wird der Fähr- betrieb Ferchland-Grieben in Regie der Gemeinde Elbe-Parey aufgenommen. Der Ge- meinderat hat am Dienstagabend alle notwendigen Be- schlüsse dazu einstimmig gefasst. Am Sonnabend wird es um 8 Uhr mit zahlreichen Gästen einen feierlichen Neustart für die Fähre geben.

Elbe-Parey/Ferchland. Ganz vollzählig war der Gemeinderat bei dieser eigens wegen der Fähre einberufenen Sitzung zwar nicht, jedoch waren immerhin 15 der 21 Mitglieder (einschließlich Bürgermeisterin) anwesend, und die haben ausnahmslos für das Vorhaben gestimmt.

Dies sei ein großes Wagnis für eine kleine Gemeinde, verdeutlichte Bürgermeisterin Jutta Mannewitz das Vorhaben, die Fähre zu kaufen und selbst zu betreiben. Schließlich sei es eine freiwillige Aufgabe für die Gemeinde - und als solche dürfe diese nur übernommen werden, wenn es die Finanzkraft der Gemeinde zulasse. Ein Wagnis ist es also tatsächlich angesichts der kritischen Finanzsituation, unter der im Moment keineswegs nur Elbe-Parey zu leiden hat. Aber - das mag beruhigen - die Gemeinde befindet sich in Sachen Fähre dann in guter Gesellschaft. Laut den Recherchen des Gemeindeamts befinden sich bis auf die Rogätzer Fähre alle anderen Elbfähren in kommunalem Eigentum.

Neben dem Beschluss der "Erfüllung der freiwilligen Aufgabe Fährbetrieb" standen noch zwei Tischvorlagen zum Beschluss. Bei der einen ging es um die außerplanmäßige Ausgabe zum Kauf der Fähre und die Aufnahme des Kaufpreises in den später zu erstellenden Nachtragshaushalt, bei der anderen um die Festlegung der Fährpreise.

Die Orientierung erfolgte an den bisherigen Preisen und an denen der Fähre Rogätz, allerdings wurde eine leichte Erhöhung vorgenommen. Vergünstigungen für Hin- und Rückfahrt, für Zehnerkarten oder Monatskarten sowie für Kinder gibt es weiterhin.