Während das milde Frühlingswetter die Reiselust vieler Menschen beflügelt, zu einem Aus- flug ins Grüne lockt, ja erleb- nishungrig werden lässt, wird im Erlebnisdorf Elbe-Parey noch unter Hochdruck gearbeitet, damit alles bereit ist für die Saison - und für die Einweihungsfeier des "Strandhauses".

Parey. Am 1. Mai ab 11 Uhr soll das "Strandhaus" am Mühlensee mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht werden. Dann darf auch mal hinter die Kulissen geschaut werden - ein Blick in die Hotelzimmer und in die nagelneue Küche wird möglich sein.

Beides ist im Moment noch Baustelle, während der Saal samt Nebenräumen und Sanitäranlagen bereits zum Jahreswechsel fertig war und seine erste Silvesterfeier erlebte.

Inzwischen wird noch tüchtig angebaut, um auf den Besucheransturm der Sommersaison vorbereitet zu sein: Ein großer Biergarten entsteht, ganz aus Holz und im Stil eines Mühlenfloßes. Der Wiedererkennungseffekt solle gegeben sein, sagt Björn Thomas, Chef des Ganzen, dazu, und beschreibt anschaulich, wie alles aussehen soll. Ein Streifen mit Schilf und Gräsern ringsum soll den Floß-Effekt noch deutlicher machen, zwei kleine Brücken sollen darüber führen als Zugang. Und die Überdachung werde zugleich eine vom kleinen Frühstückssaal des Strandhauses begehbare Terrasse sein, 150 Quadratmeter groß und mit tollen Ausblick auf die Umgebung. Der Biergarten werde eine eigene Theke mit direktem Zugang zur Küche haben, wo Gerichte nach belieben ausgewählt werden können.

Bis Ostern freilich werde das alles noch nicht fertig sein, nur soweit, dass die Optik stimmt und es nicht mehr ganz so nach Baustelle aussieht. Denn nicht nur am Ostersonnabend zum Osterfeuer, das gegenüber entzündet werden soll, wird hier eine Menge los sein, sondern auch an beiden Feiertagen.

Ab Ostern sollen auch die beiden Mühlenflöße wieder im Einsatz sein. Sie sind neu lasiert worden, eines bekam auch einen neuen Dachbelag.

Die Seehotels haben ihren "Winterschlaf" schon eher beendet. Bereits am 1./2. April seien die ersten Urlauber gekommen, berichtet Björn Thomas. Sie hatten langfristig gebucht und nun riesiges Glück mit dem Wetter gehabt. Die Seehotels seien alle belegt gewesen. "Wir haben kurzfristig die Tretboote herausgeholt." Die wurden auch wirklich schon genutzt.

Ab der Einweihung des Strandhauses am 1. Mai stehen dann auch hier Appartements zur Verfügung. Und die Küche der "Alten Gemeinde" werde komplett hierher umziehen. "Dann wird hier sieben Tage die Woche geöffnet sein und nicht nur an Wochenenden", betont Björn Thomas und erinnert daran, dass so mancher Besucher oder Radler auf der Durchreise sauer war, wenn er wochentags hier nichts zu essen bekam.

Nun wolle man auf jeden vorbereitet sein - den Durchreisenden, der in rustikaler Umgebung einen schnellen Imbiss möchte, ebenso wir für jenen, der ein besonderes Ambiente möchte und es sich etwas kosten lässt, um seiner Auserwählten einen Heiratsantrag zu machen, schmunzelt Björn Thomas. Erlebt haben er und seine Partnerin Nicole Vorreier schon viel. Weil sie wissen, dass es dieses Besondere, Außergewöhnliche ist, das viele suchen, gestalten sie alles mit so viel Fantasie. Ideen holen sie sich von überall her. Und so prägen nicht nur die Gewässer der Elbauen, sondern auch italienisches Flair diese Anlage, wobei ebenso Details bayrischer Biergärten eingeflossen sind.

Trotz oder gerade wegen des neuen Strandhauses werde es künftig für die Umgebung deutlich ruhiger werden, versichert Björn Thomas. Denn gefeiert wird nun nicht mehr im Zelt, sondern im geschlossenen Saal. "Wir haben hier eine eigene Tontechnik eingebaut mit einem Limiter. Das gibt uns Sicherheit, dass die erlaubte Lautstärke nicht überschritten wird."

Profitieren werden vom Erlebnisdorf nicht nur Urlauber und Ausflügler. Allein hierfür seien bereits 18 Mitarbeiter beschäftigt, sagt Björn Thomas. Drei Behinderten-Arbeitplätze seien dabei - in Vollzeit unbefristet eingestellt seien die betreffenden Mitarbeiter. Auch in Sachen Ausbildung wird einiges getan: Derzeit seien acht Lehrlinge beschäftigt, und fürs neue Lehrjahr seien vier Stellen ausgeschrieben.

 

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