In Karow und Kade war am Wochenende großer Frühjahrsputz. Unterschiedlich war die Uhrzeit: Während in Kade schon morgens gestartet wurde, kamen die Karower lieber erst am Nachmittag zum Einsatz im Dorf. Ähnlich war dagegen - wie seit Jahren - das Engagement in beiden Dörfern: Viele Einwohner halfen, ihren Ort zu verschönern.

Kade/Karow. In Kade musste man schon kreuz und quer durchs Dorf fahren, um wenigstens annähernd alle zu finden, die am Werk waren. An vielen Stellen wurde angepackt. Ortsbürgermeister Heinz Beier war auch mit dabei, packte mit zu und kümmerte sich außerdem um Fotos für die Chronik. Einer der Haupt-Einsatzorte war diesmal der Kindergartenspielplatz, wo einige Spielgeräte aufzubauen waren. Für einen Balancierbalken musste erst reichlich Erde ausgehoben werden, damit die Fläche darunter mit Sand aufgefüllt werde kann. Die Männer waren deshalb froh, dass Martin Kühne mit seiner Technik dabei war. So ging es viel schneller. Anschließend wurden die Spielgeräte in Betonfundamenten aufgestellt.

Weiter tüchtige Helfer waren am Platz vor der Kirche und vorm Dorfgemeinschaftshaus im Einsatz, auf dem Friedhof und in der Trauerhalle, die gründlich sauber gemacht wurde, in der Heimatstube, wo das Entstauben der vielen Exponate ordentlich Zeit in Anspruch nimmt, in der Parkstraße und Richtung Gollwitz, wo die Baumscheiben gegraben wurden, am Grabendurchlass neben dem Park, der gespült wurde, und neben dem Feuerwehrgerätehaus. Dort wurde die überdachte Sitzfläche hinten geschlossen, weil sonst mitunter der Wind hier so sehr durchpfeift, dass es niemand lange aushält. Nun wird mehr und mehr eine gemütliche Ecke aus diesem Platz hinterm Dorfgemeinschaftshaus.

An der Kirche waren diesmal nicht so viele dabei, weil etliche wegen anderer Termine beziehungsweise Krankheits- oder altersbedingt nicht konnten. Der frühere Gemeindekirchenratsvorsitzende Lothar Beck hatte jedoch vorgesorgt: Er hatte selbst Stief- mütterchen herangezogen, die nun die Anlagen verschönern.

Einsatz in Karow

In Karow waren etliche fleißige Helfer auf dem Dorfplatz im Einsatz, denn der große Rasen musste abgeharkt, und die Beete mussten vorbereitet werden, um anschließend hier viele bunte Stiefmütterchen zu pflanzen. Ein Stück weiter in dieser Richtung, vor dem Kindergarten, haben andere für bunte Farbtupfer gesorgt.

Gegenüber vorm Dorfgemeinschaftshaus ging es auch kräftig zur Sache: Hier entstehen sechs Parkplätze, die vor allem fürs kurzzeitige Anhalten zum Wegbringen und Abholen der Kita-Kinder gedacht sind, erklärte Ortsbürgermeister Bernd Franke. Denn der Platz, wo derzeit geparkt wird, ist Privatfläche und wird im Zuge der Gestaltung des Schloss-Umfelds anderweitig gebraucht. Die Eigentümer des Schlosses, Familie Baumgärtel, sponsern die Pflastersteine für den Parkplatz, die Arbeit wird in Eigenleistung erledingt, erklärt Franke. So kostet es der Einheitsgemeinde kein Geld, ebenso wenig wie die Bäume, die neben dem Weg zwischen Dorfhaus und alter Brennerei noch gepflanzt werden sollen. Auch die wollen Baumgärtels bezahlen. So soll die Baumallee, die früher vom Park bis ins Dorf hier vorbei führte, wieder hergestellt werden. Bald solle auch der Torbogen zwischen Dorfhaus und alter Brennerei gebaut werden - so, wie er früher einmal war.

Auf dem Festplatz und an anderen Stellen hat eine Gruppe Bäume nachgepflanzt, wo welche eingegangen waren. Nebenan auf dem Sportplatz hatte der Sportverein schon eine Woche vorher einen großen Einsatz und war deshalb jetzt nicht dabei. Unter anderem sind dort gesponserte Bänke aufgestellt worden.