Brettin (ks). Nicht nur die Verschmutzung entlang des Roßdorfer Altkanals ärgert Wolfhard Meerkatz (Beitrag rechts). "Etliche Bäume wurden hier gefällt - ich frage mich, warum", so der Brettiner. "Geschultes Fachpersonal hat eine intensive Baumschau durchgeführt", so Reinhard Schultze. Der Mitarbeiter des Wasser- und Schiffahrtsamtes Brandenburg ist für den Außenbezirk Genthin zuständig. Bäume, die eine Gefahr darstellen, wurden erfasst. Dann stimmte die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises über die Fällung ab, informiert Schultze.

Für die Bäume, die am Roßdorfer Altkanal gefällt wurden, erfolgte eine Genehmigung. Wolfhard Meerkatz hätte sich eine Beratung mit dem Naturschutzbund (Nabu) gewünscht. "Wir wollen ja nicht blockieren, aber man hätte wenigstens die Stämme stehen lassen können. Das hätte Kosten gespart und wäre umweltfreundlicher gewesen."

Meerkatz fragt sich außerdem, warum die gefällten Bäume nicht entsorgt werden.

"Wir belassen das Holzmaterial in der Natur, weil es ökologisch wertvoll ist. Es dient Tieren als Unterschlupf, Deckung oder Nistraum. "Natur bedeutet eben nicht, dass es immer rechtwinklig und aufgeräumt aussieht", sagt Reinhard Schultze. Das bestätigt auch Sven Königsmark. "Wenn die Biomasse erhalten bleibt, ist das beispielsweise für Insekten und Igel von Vorteil", so der Leiter des Naturschutzbundes Jerichower Land. Ob die Fällung in diesem Umfang nötig war, könne er nicht beurteilen. "Eine Beratung mit dem Nabu bei solchen Aktionen würde sicher dazu beitragen, dass Bäume nicht unnötig gefällt werden", so Königsmark.