Klietznick (sta). Das sonnig-warme Wetter lockte am Ostersonnabend viele Naturfreunde in Grüne, und so kamen etliche auch zur Pflanzung des Elsbeeren-Pärchens am Klietznicker Weinberg. "Die edle Unbekannte" wird der diesjährige "Baum des Jahres" auf der entsprechenden Internet-Seite genannt. Tatsächlich kannten laut einer Umfrage bisher nur wenige Menschen die Elsbeere (Sorbus torminalis), die recht selten vorkommt, "obwohl sie fast überall in Deutschland wachsen könnte, eines der edelsten Hölzer, eine attraktive und relativ späte Blüte, eine traumhafte Herbstfärbung und Früchte, mit denen man hochwertige Delikatessen herstellen kann, besitzt."

Peter Oestreich von der Biosphärenreservatsverwaltung, der schon seit 10 Jahren zur Baumpflanzung nach Klietznick kommt, erzählte kurz zusammengefasst einiges über die Elsbeere, die auch für einen längeren Vortrag genug Stoff bieten würde. Der Standort hier sei ideal für diese Art, sagte er: Sie liebt steile, südliche, sonnige Hänge, wobei sie in der Jugend auch etwas Schatten verträgt. Bis 25 Meter hoch wird die Elsbeere, selten höher, hat weiße Blüten und rotbraune Früchte ähnlich der Vogelbeere, mit der sie verwand ist. Er selbst sei erst auf die Elsbeere aufmerksam geworden, als er vor ein paar Jahren bei einer Holzversteigerung erlebte, wie für einen Elsbeeren-Stamm 15 000 Euro geboten wurden, berichtete Oestreich zum Erstaunen der Zuhörer. Bis es soweit ist, dauert es aber weit über hundert Jahre.

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