Genthin. "Moderne Kunst ist nicht jedermanns Sache. Sie bildet nicht mehr ab und erzählt nicht, sondern sie gestaltet." Der Mann der das gestern bei der Eröffnung seiner Ausstellung sagte, ist Achim Spiek. Der Mann mit Ironie in seinem Vortrag, zeigt in der Stadt- und Kreisbibliothek Genthin 26 seiner Arbeiten, die an Wänden hängen, und weitere, die in Mappen ausliegen. Spieks Kunstwerke brauchen nicht den schnellen Blick, sondern den kenntnisreichen Betrachter. Die Arbeiten greifen die Gegenwart auf, setzen sich mit ihr auseinander, werfen einen Blick voraus. Beispielsweise "Die Stille der Zukunft" zeigt eine mögliche Architektur, die keine Rundungen hat.

"Unsere wunderbare verrückte Welt" ist die Ausstellung, die bis zum 31. Mai zu sehen ist, überschrieben. Doch Achim Spiek macht sofort eine Einschränkung: "Besser hätte ich als Titel anstatt ,verrückte\' lieber ,wundersame\', also märchenhafte, Welt nehmen sollen. Denn das ist sie." Um sie zu erhalten, nimmt Spiek als Material für seine Kunstwerke nur vermeintlichen Abfall. "Ich bin ein Grüner", schmunzelt er.