Da wurde sich gedrückt, herzlich in den Arm genommen, da gab es ganz viele Blumen - und es wurde in Erinnerungen geschwelgt. Kein Wunder, die Kindertagestätte Max und Moritz in Genthin feierte gestern einen runden Geburstag, den 30.

Genthin. Es war wie eine große Familienfeier gestern Vormittag in der Kindertagesstätte Max und Moritz. Kein Wunder, denn die Mitarbeiterinnen von einst und von heute, fühlen sich als Familie - auch wenn einige Frauen heute Rentner sind und nicht mehr täglich in das Haus in der Parkstraße gehen. Aber sie fühlen sich der Einrichtung immer noch verbunden, haben viele Jahre ihres Lebens hier praktisch verbracht.

Da ist beispielsweise Regina Schmeichel. Von Anfang an war sie dabei, von 1991 bis zum Jahr 2000 war sie stellvertretende Leiterin von "Max und Moritz". "Es war eine besonders schöne Zeit, wir waren ein richtiges Team. Ich habe mich jeden Tag gefreut, hier her zu kommen. Wir haben mit den Kindern gebastelt, gemalt, Weihnachten und Fasching gefeiert und vieles mehr", sagt sie und ihre Augen strahlen. Und sie sagt auch: "Das Kinderlachen war immer das Schönste", taucht sie in ihre aktive Zeit in der Kita ein.

Am 1. Mai 1981 wurde sie gebaut. Und die, die von Anfang an dabei waren erinnern sich gestern an diese Zeit, wie sie Arbeitseinsätze gemacht haben, an die Bauberatungen jede Woche, an die ständigen Pro- bleme mit dem Baumaterial --schließlich war DDR. Aber die hatte auch ihre guten Seiten. Beispielsweise, dass jede Woche ein Arzt ins Haus kam und die Mädchen und Jungen untersuchte, auch an die Impfungen, die die Kinder hier bekamen.

Rosemarie Schneider, damals Köchin für die 120 Mädchen und Jungen und 25 Erzieherinnen, denkt an die Versorgung zu DDR-Zeiten: "Die war sehr gut bei uns. Wir haben für die Kinder alles bekommen, um gutes Essen zu kochen. Auch die seltenen Südfrüchte wie Bananen und Apfelsinen, haben wir häufiger bekommen als die Geschäfte." Und das Lieblingsessen der Kinder: "Das ist wie heute: Nudeln mit Tomatensoße und auch Grießbrei haben sie geliebt."

Heute ist Elke Kriewitz die Leiterin von "Max und Moritz", der Kita in Trägerschaft der Johanniter. Die haben viel an dem Haus gemacht. Der Nord- und der Südflügel wurden saniert, die Heizung umgestellt, die Bäder saniert." Aber Wünsche für die Zukunft hat sie trotzdem noch: "Den Mittelteil möchten wir noch verändern, beispielsweise den Sanitärbereich erneuern."

Natürlich feierten auch die Mädchen und Jungen der Einrichtung gestern ihre Erzieherinnen und deren Vorgängerinnen. Und das mit einem lustigen Programm - natürlich von Max und Moritz.

Auch für die heutigen Erzieherinnen der Kita trifft zu, was Regina Schmeichel sagte: "Wenn wir unsere Kinder in die Schule entlassen und gesehen haben, dass sie sich bei uns gut entwickelten - dann haben wir alles richtig gemacht."

   

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