Seit fast einem Monat ist die Fähre Ferchland-Grieben wieder in Betrieb. Dass sie so schnell nach der Insolvenz des bisherigen Eigners wieder fahren konnte, wurde letztlich nur durch konsequente Ent- scheidungen in der Gemeinde Elbe-Parey möglich. Das heißt aber auch, dass das Thema damit längst nicht abgeschlossen ist. Beschlüsse waren nach- zureichen, und in Sachen Finanzierung ist auch noch einiges offen.

Elbe-Parey/Ferchland. Worüber zunächst nur nichtöffentlich beraten wurde, ist mit dem Beschluss in der jüngsten Elbe-Pareyer Gemeinderatssitzung bekannt gemacht worden: Der Kaufpreis der Fähre wurde auf 150 000 Euro festgesetzt. Zunächst stand die Gemeinde Elbe-Parey dafür ein, doch im Rat ist man zuversichtlich, dass Zusagen wahrgemacht werden und man hier nicht auf den gesamten Kosten sitzen bleibt. "Wir haben die Landkreise Jerichower Land und Stendal sowie die Einheitsgemeinde Tangerhütte angeschrieben, sich jeweils zu einem Viertel an den Kosten zu beteiligen", informierte Bürgermeisterin Jutta Mannewitz. Beide Landkreise hätten sich im Vorfeld positioniert, einen Teil beizusteuern, ergänzte sie.

Von Tangerhütte beziehungsweise Grieben sei allerdings signalisiert worden, dass man im Fall einer Mitfinanzierung auch eine Beteiligung am Gewinn wolle.

Das freilich würde voraussetzen, dass es auch langfristig einen Gewinn gibt. Nach den ersten knapp vier Wochen steht noch ein Minus unterm Strich, berichtete Jutta Mannewitz. Notwendige Reparaturen haben unter anderem dazu beigetragen. Personell überbesetzt allerdings sieht die Bürgermeisterin die Fähre nicht, da wochentäglich 14 Stunden, an Wochenenden und Feiertagen jeweils 12 Stunden abgesichert werden müssen, dazu Urlaub und gegebenenfalls Krankheit. Neben den beiden Fährführern Peter Hausmann und Dennis Kowalewski machen derzeit noch zwei weitere die entsprechende Ausbildung, damit auch sie die Fähre steuern können. Eine Besetzung mit jeweils zwei Personen ist bei diesem Fährtyp Pflicht.

Mit der Vergabe von Werbeflächen sollen die Einnahmen auf der Fähre etwas aufgebessert werden. Denn Anfang hatte bereits bei der Wiedereinweihung Gastwirt Björn Tho- mas gemacht: Mit 1 000 Euro jährlich finanziert er Werbefläche fürs Erlebnisdorf in Parey. Es sei jetzt festgelegt worden, dass als normale Fläche 60 mal 50 Zentimeter vergeben werden und die auch verdoppelt werden könne, sagte Jutta Mannewitz. Verwendet werden müssten Magnettafeln.

Signalisiert worden sei auch schon von der Stiftung Kloster Jerichow, sich hier mit Werbung zu beteiligen.