Genthin. Nur so viel sei gesagt: Was vor den Kindern liegt, besteht aus Holz und daran hängen kleine Metallstangen. Jetzt nehmen sich die Mädchen und Jungen der katholischen Kita "Sonnenschein" in Genthin Pinsel, Farbe, Wasser und fangen an, ihr Holzteil ganz vorsichtig zu bemalen. "Ich mache meins gelb. Ich grün. Ich rot", die Stimmen fliegen durch den Raum. Bloß gut, dass sie Malschürzen umgebunden haben, denn schnell haben sie sich auch selbst angemalt.

Was die Mädchen und Jungen konkret basteln, das wird nicht verraten. Sonst wäre ja ihre ganze Überraschung zum morgigen Muttertag dahin. Und das geht natürlich nicht, denn sie freuen sich, ein Geschenk für ihre Mütter zu haben - und dann noch ein selbst gemachtes.

"Wir basteln aber nicht nur", so Silke Nethe, die die Gruppe betreut. "Wir reden mit den Mädchen und Jungen auch über die Bedeutung des Muttertages, wollen sie darauf aufmerksam machen, wie wichtig und fleißig ihre Mütter sind, und was sie alles für ihre Kinder tun. Sie streicheln, trösten, schmusen. Das ist wunderschön. Und die Kinder sollen lernen, dass nicht alles, was sie von ihren Müttern bekommen, ganz selbstverständlich ist."

Ein Lied haben die "Sonnenschein"-Kinder ebenfalls lange geübt. Darin geht es um Blümchen, ein Herz und natürlich um die Mutti. Aber mehr wird nicht verraten, denn auch das soll morgen zum Ehrentag eine Überraschung werden - gemeinsam mit dem kleinen, gebastelten Geschenk.

Weshalb sie ihre Mutti lieb haben, erzählen Stella, Karl, Marten und Michel stellvertretend für viele andere Kinder in Genthin.

"Weil sie mir immer ganz viele Küsschen gibt", lacht der vierjährige Marten verschmitzt "und weil sie mir auch immer etwas schenkt."

"Weil sie immer mit mir kuschelt und ganz oft mit mir spielt. Meine Mutti hilft mir immer ganz viel", sagte die vierjährige Stella. Michel ist fünf Jahre alt: "Wegen allem. Ich habe immer schöne Geburtstage und bekomme Königsritter geschenkt. Wir essen immer Abendbrot zusammen, das finde ich richtig schön." Der Sechsjährige hat seine Mutti lieb, "weil sie immer da ist und weil sie mit mir manchmal Fußball spielt. Und dann fahren wir auch zusammen in Urlaub. Ich habe meine Mutti wegen allem ganz doll lieb."

   

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