Blockdamm/Wulkow. Sechs der acht bei Blockdamm entlaufenen Jungrinder (Volksstimme berichtete) sind inzwischen wieder aufgetaucht. Die Tiere sorgen seit dem Wochenende für großen Wirbel.

Sie waren in der Nacht von Freitag zu Sonnabend aus ihrer Koppel ausgebrochen. Ein Lkw-Fahrer aus Thüringen kollidierte mit einem der Rinder, dieses flüchtete in den Wald. Danach verlor sich zunächst die Spur der Tiere. Ob das unfallverursachende Jungrind noch lebt, ist bisher nicht geklärt.

"Wir haben einen Polizeihubschrauber angefordert, der das Gebiet an der B 107 Höhe Blockdamm absuchte", informierte Polizeihauptkommissar Ralph Völker. Die Suche blieb erfolglos. Der Hubschrauber wurde laut Völker inzwischen abgezogen. "Wir suchen die Rinder natürlich im Rahmen unserer Streifentätigkeit weiter."

Warum die Tiere ihre Koppel verlassen konnten, wurde bislang nicht geklärt. Fest steht: Der Tierhalter - die Nielebocker Tierproduktionsgemeinschaft - hat Anzeige wegen Sachbeschädigung am Weidezaun erstattet.

Nach und nach scheinen sich die Rinder nun wieder anzufinden. Das erste wurde am Dienstag gefunden. Eine Mitarbeiterin der Nielebocker Tierproduktionsgemeinschaft vermeldete auf Volksstimme-Nachfrage, dass gestern morgen fünf weitere Rinder wieder aufgetaucht wären. Zwei der Tiere sind jedoch weiterhin verschwunden. Die Mitarbeiterin der Tierproduktionsgemeinschaft vermutet, dass die Tiere sich im Wald aufhalten.

"Hinweise auf weitere Ausflüge der Rinder in den Straßenverkehr liegen uns nicht vor", so Ralph Völker. Er geht davon aus, dass sie sich in ruhige Gebiete, "wo sie genug Gras und Wasser finden", zurückgezogen hätten. Hinweise nimmt das Genthiner Polizeirevier entgegen: (0 39 33) 95 50.