Jerichow/Schönhausen (sta). Der 77-jährige Hans-Joachim Lasch und seine Frau saßen in der ersten Reihe beim 37. Volkskünstlerischen Chorkonzert in der Klosterkirche Jerichow. Bis 1994 war Lasch selbst einer von denen, die bei diesem Konzert vorn standen und ihren Chor dirigierten. Mehr noch: Er war einer der Gründer dieser ungewöhnlich erfolgreichen Konzertreihe. Es lag also nahe, dass dieser Ort und Anlass gewählt wurden, um ihm eine ganz besondere Auszeichnung zu überreichen: Urkunde und Ehrennadel des Deutschen Chorverbands für 50 Jahre Chorleitertätigkeit.

Dazu wurde das Konzert während des Auftritts eines seiner ehemaligen Chöre kurz unterbrochen: der Chorgemeinschaft Schönhausen/Wust. Bis 1994 stand Lasch diesem Chor vor, dann musste er ihn aus gesundheitlichen Gründen abgeben. Seine "Rentnersingegruppe" hat er aber immer noch. Mit dieser hat er kürzlich 30-jähriges bestehen gefeiert. "Zeitweise hatte ich sogar drei Chöre: einen Schulchor noch dazu", berichtete er.

Die Freude über die Ehrung in diesem Rahmen war Klaus-Joachim Lasch anzusehen. Als er damals unter anderem zusammen mit Rolf Käthner, Karl-Heinz Gorgas und als Organisatorin Lisa Wolf das erste Volkskünstlerische Chorkonzert in der Klosterkirche vorbereitet hatte, sei es ein Versuch gewesen, blickt er zurück. Niemals hätte er damals geglaubt, dass daraus eine Tradition werden würde, die so lange andauert. Besonders beeindruckt ist er, dass sie auch die Wende überstanden hat.

Jahrelang sei er damals Mitglied der Bezirks-Arbeitsgemeinschaft Chor für die Kreise Havelberg und Genthin gewesen, berichtete er. Die Region Burg sei erst nach der Wende zum Sängerkreis Elbe-Havel dazu gekommen.