Gestern nahmen die Kinder und Erzieherinnen der Kita in Brettin ihren neuen Bewegungsraum in Besitz. Obwohl die Kita voraussichtlich im Sommer nächsten Jahres geschlossen wird, ist der Tatendrang von Eltern und Erziehern zum Wohle ihrer Kinder nicht verebbt.

Brettin. Die kleine Larissa muss sich anstrengen, um mit der Schere das offizielle Band zu durchschneiden. Erst nach einigen Mühen ist es geschafft: Der neue Bewegungsraum der Kita ist eröffnet.

Ein kleiner Fuhrpark an Softbällen, Balancebrettern, Spielzeugautos und ein Ballnetz lässt ahnen, dass es in diesen vier Wänden in den nächsten Wochen und Monaten alles andere als beschaulich zugehen wird.

Dabei sind Einweihungen in der Kita Brettin inzwischen selten geworden. Größere Investitionen gibt es nicht mehr, seitdem feststeht, dass die Einrichtung geschlossen wird, und die Kinder dann in Roßdorf betreut werden. Die Eigeninitiative von Eltern und Erzieherinnen hat daran allerdings keinen Schaden genommen. "Bei Weiterbildungen haben wir unter anderem auch die Anregung für solch einen Bewegungsraum bekommen und die wollte unser kleines Zwei-Mitarbeiter-Team auch umsetzen", berichtet Kita-Leiterin Ilona Kreitling. Kosten durfte das Vorhaben allerdings kaum etwas. Ein Drahtseilakt, der nur Dank des Engagements der Eltern gemeistert werden konnte, weiß Ilona Kreitling zu schätzen.

Katharina Geisler, Mandy Röder, Katrin Schopp und Dajana Schmidt krempelten die Hemdsärmel hoch, tapezierten die Wände des etwa fünf mal sechs Meter großen Raumes, verpassten der Tapete ein lebendiges Grün und verzierten sie dann mit lustigen bunten Zeichnungen.

"Der Raum wurde eigentlich schon längere Zeit nicht genutzt, so dass wir jetzt froh sind, etwas Besonderes geschaffen zu haben", sagt Ilona Kreitling.

Zurzeit werden in der Einrichtung 18 Kita- und Kinderkrippenkinder und zwei Hortkinder betreut.