Redekin/Jerichow (sta). Sieben Frauen und Männer feierten am Wochenende in der Redekiner Kirche ihre goldene Konfirmation.

Pfarrer Christof Enders hatte als "Aufhänger" für die Predigt ein Bild von den aktuellen Konfirmanden verwendet - ein Gruß von Konfirmanden an die Goldkonfirmanden sozusagen. Er berichtete: "Die Jungen hatten beim ¿Konfi-Kloster 2010\' nachts in der Klosterkirche ein Kerzen-Labyrinth gestaltet. Es symbolisiert den ¿Weg zur Mitte\'. Das Labyrinth ist begehbar und so konnten sich die Konfirmanden selbst auf diesen Weg zur Mitte machen. Es war interessant, sie dabei zu beobachten: die Vorfreude und der Übermut ¿schaff ich eh\' gleich\', dann die Enttäuschung ¿nanu, dieser Weg führt ja gar nicht sofort zur Mitte, wo geht\'s hier denn eigentlich lang?\' und dann: ¿Juhu, ich bin da!\' Völlig selbstverständlich gehen die jungen Menschen ihren Weg im Labyrinth, im Leben und im Glauben. Das ist schön, zu sehen."

Ganz anders sei es den goldenen Konfirmanden von Redekin ergangen, erinnert Enders. "Als sie zur Osterzeit 1960 beziehungsweise 1961 konfirmiert wurden, da gerieten die Familien nicht selten in schwere Gewissenskonflikte. Der DDR-Staat hatte 1954 die Jugendweihe ausgerufen, und wer daran nicht teilnehmen wollte, der musste fürchten, nicht den gewünschten Beruf ergreifen zu können oder gar das Abitur nicht machen zu können."

Für die Goldenen Konfirmanden heute sei das Labyrinth sicher eher Symbol für den Lebens- und Glaubensweg, meint Pfarrer Enders: "Es gibt viele Wendungen, die man geht und gehen muss, aber wenn ich mich dem Weg anvertraue, dann kann ich sicher sein: Er führt mich zur Mitte."

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