Premiere gleich in mehrfacher Hinsicht am Sonntagnachmittag in der Kleinwusterwitzer Kirche. Dem Förderverein "Schinkelkirche Kleinwusterwitz" ist es mit Werken des Arztes Dr. Helmut Staschull (1920 bis 1989) gelungen, eine attraktive Ausstellung in das Gotteshaus zu holen, die außerordentlich großen Zuspruch hatte.

Kleinwusterwitz. Der äußere Rahmen und die Inhalte der Ausstellung hätten passender nicht sein können. Gezeigt werden etwa 90 Arbeiten eines Hobbymalers, dem zu Lebzeiten keine Ausstellung vergönnt war. Arbeiten, darunter Ölbilder, Aquarelle, Bleistiftzeichnungen - wurden eigens für die Ausstellung aus dem Besitz der Familie zusammengetragen.

Heike Staschull, Vorsitzende des Fördervereins und Schwiegertochter des Malers, gab einen einfühlsamen Einblick in das malerische Schaffen ihres Schwiegervaters. Anfänglich auf naturalistische Motive konzentriert, rückte Dr. Staschull später biblische Texte in den thematischen Mittelpunkt seiner Bilder. Eine Reihe dieser Werke, die in der Kirche zu sehen sind, konnten in Zusammenarbeit mit Pfarrer Johannes Möcker mit dem entsprechenden Bibeltext versehen werden. Die Werke von Helmut Staschull reflektieren keine heile Welt, sie fordern heraus, regen an zum Grübeln: Sie sind ohne Frage eine genauere Betrachtung wert.

Der "Förderverein Schinkelkirche" nutzte diese Vernissage, um für sein Grundanliegen, die Restaurierung des Gotteshauses weiter Spenden zu sammeln. Eine Spendenkasse und ein Kuchenbasar erbrachten einen Gesamterlös von 401 Euro, den Heike Staschull an die Kirchengemeinde, vertreten durch Pfarrer Möcker, übergeben konnte. Musikalisch wurde die Vernissage umrahmt von der Flötengruppe der Grundschule Schlagenthin und Moses Schermann.

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