Genthin (mla/asm). Die Anforderungen an eine Feuerwehr sind vielfältig. Neben dem Löschen von Bränden geben die Wehren technische Hilfeleistungen. So breitgefächert das Aufgabenspektrum ist, so umfangreich gestaltet sich auch die Aus- und Weiterbildung der Frauen und Männer.

Elf Feuerwehrleute aus Genthin, Parchen und Tucheim beteiligten sich an einem Lehrgang zu Einsätzen auf Bahnanlagen und Schienenfahrzeugen der Deutschen Bahn. Zusätzlich zu den theoretischen Grundkenntnissen, die in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Burg vermittelt worden, übten die Feuerwehrleute auf dem Bahnhof Magdeburg-Buckau die Praxis.

"Ziel des Lehrganges ist, auf mögliche Ereignisse wie Transportunfälle mit gefährlichen Stoffen auf den Schienenwegen, aber auch auf Zugunfälle mit Personenschäden wie vor Wochen in Hordorf vorbereitet zu sein", sagte der Genthiner Stadtwehrleiter Achim Schmechtig.

Die Kameraden setzten sich mit den Betriebsabläufen im Bahnverkehr, den Gefahren an und auf Gleisanlagen, der Technologie von Schienenfahrzeugen und den Möglichkeiten der technischen Rettung auseinander.

Insgesamt 20 Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren der Stadt sind derzeit für Einsätze in Bahnanlagen ausgebildet. Weitere sollen im zweiten Halbjahr folgen.

Die Ortsfeuerwehren Genthin und Zerben trafen sich zur gemeinsamen Bootsausbildung auf dem Elbe-Havel-Kanal.

Auf der Genthiner Feuerwehrwache war der Arbeitsmedizinische Dienst Berlin zur Vor-Ort-Untersuchung der Atemschutzgeräteträger im Einsatz.

"Jeder Atemschutzgeräteträger muss nach der Erstuntersuchung, die Voraussetzung für die Ausbildung ist, in wiederkehrenden Abständen von einem bis maximal drei Jahren zu erneuten Nachuntersuchung", informierte Achim Schmechtig.

Über 50-jährige Feuerwehrangehörige müssen auf Grund des Alters diese Untersuchung jährlich absolvieren.

"Die Vorteile der Vor-Ort-Untersuchungen liegen klar auf der Hand", sagte Achim Schmechtig. "Die Kameraden haben keine längeren Anfahrtswege mehr wie in der Vergangenheit, wo die Untersuchungen in Magdeburg stattfanden und ein Termin am Sonnabend nur mit einem eng begrenzten Personenkreis möglich war. Da jetzt der gesamte Sonnabend zur Verfügung stand, konnte individueller auf die zeitlichen Möglichkeiten der Kameraden eingegangen werden. Letztlich wurden 25 Feuerwehrangehörige untersucht."

Für den Herbst ist eine nächste, gemeindeübergreifende arbeitsmedizinische Untersuchung vorgesehen.