Genthin (mla). Den Vorschlag, die Bummelmeile in der Genthiner Innenstadt zur richtigen Fußgängerzone umzugestalten, den Volksstimme-Leser Frank Rüdiger in der gestrigen Ausgabe als Diskussionsgrundlage unterbreitet hat, trifft auf Zustimmung.

"Ich bin dafür, dass die Bummelmeile für den Fahrzeugverkehr gesperrt wird, damit man dort auch richtig bummeln kann", sagte Heinz-Dieter Kamp am Volksstimme-Telefon. Wenn Stadtrat und Bürgermeister nicht so viel streiten würden, ist sich der Genthiner sicher, "dann würden sie da auch selbst drauf kommen." In anderen Städten würde das auch funktionieren, setzte Heinz-Dieter Kampf hinzu und empfahl einen Blick nach Stendal. "Die Bauphase der Bummelmeile hat gezeigt, dass die Straße nicht unbedingt für den Verkehr benötigt wird." Mit etwas gutem Willen könnte man die Bummelmeile sogar bis zur Magdeburger Straße verlängern.

Für Verkehr wird die Straße nicht benötigt

Einen ähnlichen Vorschlag unterbreitete Jürgen Zeidler gestern per E-Mail. "Wie wäre es mit der Erweiterung der Fußgängerzone bis zur Mützeler Straße?", fragte er und schlug eine Lösungsvariante vor. Demnach würde es sich anbieten, "das Gebäude des ehemaligen Kleinbahnbahnhofes abzureißen und den Schwarzen Weg parallel zur ehemaligen Kleinbahnstrecke bis zur Mützelstraße auszubauen. Die Mützelstraße würde dann wieder den Verkehr Richtung B1 führen."

Noch weiter gedacht, "könnte der Schwarze Weg irgendwann zunächst bis zur Karower Straße und dann zum Toom Markt zur B 1 weiter ausgebaut werden."

Um den Verkehr vom Marktplatz abzuleiten, ohne die Bummelmeile durchqueren zu müssen, regt Jürgen Zeidler an, den Einbahnstraßenverkehr in der Großen Schulstraße bis zur Kreuzung Seminarstraße/Kleine Schulstraße und in der Seminarstraße aufzuheben und die Fußgängerzone generell bis auf den Anliegerverkehr und die Lieferfahrzeuge zu sperren.

Seine Überlegungen gehen noch weiter: "Wenn der Schwarze Weg bis zum Toom Markt weiter gebaut würde, dann wäre der Stadtkern Genthin von zwei Straßen, der Geschwister-Scholl-Straße und dem Schwarzen Weg umfasst und man könnte weitere Teile wie den Marktplatz oder die Mühlenstraße in den Fußgängerbereich aufnehmen. Um entsprechende stadtnahe Parkplätze zu haben, könnte man dann in den verwilderten Gärten zwischen Bahnhofstraße und Brandenburger Straße entsprechend welche einrichten."

Dass sich das nicht von heute auf morgen realisieren lässt, dessen ist Jürgen Zeidler bewusst. "Langfristig", schreibt er deshalb.

"Die Bummelmeile als Fußgängerzone auszuweisen, würde ich sehr vernünftig finden", sagte Marga Ebert am Volksstimme-Telefon. Außerdem würde sie eine Ausweitung bis zur Mühlenstraße sehr gut finden. Als Genthinerin hat sie täglich mit den abgestellten Autos in der Bummelmeile zu kämpfen.

Die Einbahnstraßen wieder aufheben

Sind Sie auch dafür, die Bummelmeile als Fußgängerzone einzurichten oder möchten Sie weiterhin vor den Geschäften ihr Auto abstellen? Schreiben Sie uns eine E-Mail unter redaktion.genthin@volksstimme.de oder rufen Sie unter (03933) 873426 an. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen.