Genthin (mla). Im Namen der Eltern der Kita "Birkenwäldchen" setzte sich Kathleen Lemke am Donnerstagabend vor dem Genthiner Stadtrat für den Erhalt der Kindertagesstätte "Birkenwäldchen" ein. Die Kita steht vor der Schließung. Im Haushaltskonsolidierungskonzept ist das Jahr 2015 angegeben. In Abstimmung mit dem Träger, der Johanniter-Unfallhilfe, wäre das Aus auch schon Ende 2011 möglich, weil die Kita "Max und Moritz" die Kinder komplett aufnehmen könnte. Dagegen wehren sich jedoch die Eltern. "Wir haben uns für die Kita ¿Birkenwäldchen\' entschieden, weil sie so familiär ist", sagte Kathleen Lemke.

Dass die kleine Einrichtung nicht wirtschaftlich sei, bezweifeln die Eltern. "Die Kita ist jahrelang für ihre Wirtschaftlichkeit gelobt worden." Statt "Max und Moritz" auszulasten, sollten "in dem überalterten Stadtteil" lieber benötigte Räumlichkeiten für Senioren zur Verfügung gestellt werden: "Alt und Jung unter einem Dach hat doch was." Den Stadtrat fragte Kathleen Lemke, ob die Stadt das Kita-Gebäude nach der geplanten Schließung vermieten oder verkaufen wolle.

Bürgermeister Wolfgang Bernicke wies auf den vereinbarten Gesprächstermin in einer Woche hin. Die Zeit bis dahin benötige man auch zur Vorbereitung. "Die Argumente der Eltern kann jeder verstehen." Allerdings hätte auch die Stadt ihre Gründe für die Schließung. Ein Interessensausgleich sei das Ziel. Der Bürgermeister verwies zudem auf das vom Stadtrat beschlossene Haushaltskonsolidierungskonzept, in dem die Schließung als ein Vorhaben genannt ist. Er reagierte damit auf den Einwurf von Karl-Heinz Rutkowski (Die Linke), der sich nicht erinnern konnte, "dazu etwas entschieden zu haben".

Am Gesprächstermin in einer Woche soll neben dem Träger, Elternkuratorium und der Stadtverwaltung auch der Bildungs-, Kultur- und Sozialausschuss des Stadtrates teilnehmen.