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Eine dreijährige Abstinenz ist vorrüber: Lehrer- und Schülerchor, die Instrumentalgruppe sowie die Tanz- und Sprechergruppe des Genthiner Bismarck-Gymnasiums arbeiten wieder an einem neuen Projekt. Diesmal wird das Mittelalter in Szene gesetzt.
Genthin l Tanzpaare, aufgestellt in Reih und Glied, füllen am Sonnabendvormittag die Aula im Haus III des Gymnasiums aus. Kistenweise Wasserflaschen sind herbeigeschafft worden, so dass sich die Tänzer in einer kleinen Pause erfrischen können.
Steffi und Sascha Glimmann aus Wiesbaden (Hessen), beide sind Mitglieder des Arbon e. V., ein Verein für Live-Rollenspiele, geben Gymnasiasten und Lehrern die Schrittfolge nach historischen Klängen vor.
"Die Jerichower Klosterkirche bietet für das Projekt ein besonderes Ambiente."
Kerstin Mosig, die Macherin der vorangegangenen Projekte des Gymnasiums, war noch am Freitag in Anbetracht des einbrechenden Winters in Sorge, ob die Beiden auch pünktlich anreisen würden. Grundlos, wie sich herausstellte. Die Probe konnte termingerecht über die Bühne gehen.
Sie war im wahrsten Sinne des Wortes ein erster Schritt, um Tänze mit "Massencharakter", an denen zirka 60 Schüler und Lehrer beteiligt sind, einzustudieren. Übrigens lässt auch Schulleiter Gotthard Wienmeister in mittelalterlicher Manier bitten.
Warum sich das Gymnasium für dieses Projekt ausgerechnet das Mittelalter ausgesucht hat? Lehrerin Kerstin Mosig lacht: "Da sind mehrere Sachen zusammengekommen. Zum einen hatten wir das Angebot des Klosters Jerichow, einmal etwas gemeinsam zu machen, andererseits ergab sich nach meiner Teilnahme an einem Workshop die Möglichkeit, auf Fachleute wie Steffi und Sascha Glimmann zurückzugreifen", erklärt Mosig. Und außerdem, schiebt sie mit einem Augenzwinkern nach, wir haben schon die 1920er und die 1960er Jahre in Projekte umgesetzt, da kommt man irgendwann beim Mittelalter an.
Fünf Aufführungen sind im Juni in der Jerichower Klosterkirche geplant. "Sie bietet schon ein besonderes historisches Ambiente für dieses Thema", freut sich Mosig mit allen Mitwirkenden.
Das Projekt sei sowohl für Schüler als auch für Lehrer aufregend. Sie alle seien sehr auf das Ergebnis gespannt.
Auch erste Kostümproben, berichtet Kerstin Mosig, habe es schon gegeben. Für das Projekt wird diesmal der Fundus der Kostümwerkstatt Tangermünde genutzt. Mosig: "Wir hatten schon viel Spaß bei der Anprobe."
Die Vorstellungen werden verbunden sein mit zwei Projekttagen für alle Schüler und Lehrer, deren Ergebnisse teilweise auch zu den Aufführungstagen schon zu sehen sein werden.
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