• 22. Mai 2012



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Brückenbau ist derzeit nicht in Sicht, weil Landkreis Widerspruch noch nicht bearbeitet hat


Für Radwegebau müsste Gladauer Brücke noch einmal zurückgestellt werden

22.02.2012 05:26 Uhr |


Von Manuela Langner


Die CDU-Fraktion im Genthiner Stadtrat schlägt vor, zwei Radwege in der Kanalstadt zu bauen: Lückenschluss in der Mützelstraße und Friedenstraße. Der Bauausschuss diskutierte am Montagabend über die Finanzierungsmöglichkeiten.

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Genthin l In der Mützelstraße geht es um den Lückenschluss auf Höhe der Sekundarschule Am Baumschulenweg bis zu dem unbefestigten Weg in Richtung Mützel. In der Friedenstraße betrifft es den Abschnitt ab der Gröblerstraße in Richtung Brücke. Die Kosten werden mit 85 000 und 30 000 Euro angegeben.

"Sehr wohlwollend" hat Lutz Nitz (Bündnis 90/Die Grünen) auf der jüngsten Sitzung des Bau- und Vergabeausschusses am Montagabend die Anträge der CDU-Fraktion im Genthiner Stadtrat zum Radwegebau zur Kenntnis genommen. Er schlug vor, die 130 000 Euro zu verwenden, die für den Bau der Gladauer Brücke eingeplant sind. "Wir stellen die Brücke zurück, weil der Genthiner Widerspruch beim Landkreis noch nicht entschieden ist." Obwohl sich die Stadt nach Auskunft von Bauamtsleiterin Dagmar Turian schon mehrfach nach einem Ergebnis erkundigt hat.

"Der Brückenbau kann nicht entfallen."

Die Brücke werde aber von Firmen und Anliegern gebraucht, hielt der Gladauer Klaus Voth (CDU) entgegen. Er erkundigte sich nach dem zuständigen Mitarbeiter und bot an, selbst in der Kreisverwaltung nachzufragen. Dass er seine Position als Mitarbeiter der Kreisverwaltung dafür einsetzen würde, traf wiederum bei Lutz Nitz auf Skepsis. Gegebenenfalls würde er als Kreistagsmitglied ebenfalls aktiv werden, kündigte er an.

"Der Brückenbau kann nicht entfallen", bekräftigte Klaus Voth seinen Standpunkt. Seit etwa anderthalb Jahren ist die Brücke für den Verkehr gesperrt. Für Land- und Forstwirtschaft, aber auch für den Freizeitverkehr ist das Bauwerk von Bedeutung. Die Friedensbrücke in Gladau hatte eigentlich schon 2011 erneuert werden sollen. Der Stadtrat hatte von dem Vorhaben jedoch einen Rückzieher gemacht, weil der Neubau eine Otternberme erhalten sollte. Für die zusätzlichen Kosten hatte es im Stadtrat keine Mehrheit gegeben.

Er wolle die Brücke nicht streichen, sondern den Bau ins nächste Jahr verschieben, sagte Lutz Nitz und wies auf den engen Zeitplan hin, den es für Bautätigkeiten in diesem Jahr gibt, wenn der Haushaltsplan im Mai beschlossen wird. Rücke man jetzt nicht von der Brücke ab, stehe man im schlimmsten Falle Ende des Jahres ohne alles da: keine Brücke, kein Radweg Mützelstraße, kein Radweg Friedenstraße.

"Unsere Fraktion unterstützt jeden Radweg", sagte Gerhard Koschnitzke (SPD). Aus seiner Sicht ist es gut möglich, dass der Stadtrat auch ein zweites Mal Nein zur Otternberme sagt. Vor dieser Entscheidung könnte der Stadtrat stehen, wenn der gegen den Otternsteg beim Landkreis eingelegte Widerspruch abgelehnt wird.

"Unsere Fraktion unterstützt jeden Radweg."

"Woher nehmen wir das Geld für den Radwegebau sonst?", fragte Gerhard Koschnitzke weiter. Dass es unabdingbar sei, für freiwillige Leistungen immer auch Vorschläge zu unterbreiten, wie diese finanziert werden sollten, dafür hatte Dagmar Turian die Mitglieder des Bauausschusses zu Sitzungsbeginn zu sensibilisieren versucht.

Zumindest theoretisch bestände die Möglichkeit, das für die Gehwege Ziegeleistraße und Altenplathower Straße geplante Geld zu nutzen. Auf wirkliches Interesse unter den Ausschussmitgliedern traf die Variante nicht. Gegen die Verwendung der Mittel für den Gehwegbau spricht zudem die Verkehrssicherungspflicht, die die Stadt auf beiden Wegen erfüllen muss. "Nur die Brücke ist für die Finanzierung des Radwegebaus eine Alternative", sagte Lutz Nitz.

Ein anderes wichtiges Thema im Bauausschuss ist der Erhalt der Sport- und Schwimmhalle gewesen. Etwa 40 000 Euro müssen in die Erneuerung der Beleuchtung investiert werden, da es die bislang verwendeten Leuchtmittel nicht mehr gibt - oder die Nutzung der Sporthalle muss eingeschränkt werden. Der Vereinssport findet aber gerade in den Nachmittags- und Abendstunden statt. "Im Winter braucht man auch tagsüber Licht", verwies Rüdiger Feuerherdt (Wählergemeinschaft Mützel) zudem auf die Bedeutung für den Schulsport.



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Copyright © Volksstimme 2012
Dokument erstellt am 2012-02-22 05:26:56
Letzte Änderung am 2012-02-22 05:26:56


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