Ditfurt l Schon zur Ausstellungseröffnung am Sonnabendvormittag haben sich die Besucher zwischen den dicht an dicht stehenden Volieren der alljährlichen Leistungsschau der Ditfurter Rassegeflu¨gelzu¨chter gedrängt. Fast 500 Hu¨hner, Tauben, Enten und Zwerghu¨hner sind in der Turnhalle am Thekendorfer Weg zu sehen gewesen.

"Unsere Ortsschau zeigt der Bevölkerung, dass Rassegeflügelzüchter praktizierende Tierschützer sind, die mit Passion und Fachkompetenz interessante, auch vom Aussterben bedrohte Haushühnerrassen pflegen und erhalten", sagte Vereinsvorsitzender Martin Schellbach bei der Eröffnung. Er wünschte allen Ausstellern Erfolg, den Preisrichtern eine glückliche Hand und bedankte sich für deren verantwortungsvolle Arbeit.

Die Ditfurter Ausstellung lockte nicht nur Besucher, sondern ebenfalls zahlreiche Aussteller von außerhalb an. Besonders die Sonderschau des Schautaubenvereins Halberstadt mit ihren 140 Tieren trug zur Attraktivität der Ditfurter Angebote bei.

Ein Problem haben die Ditfurter Züchter wie viele andere Vereine in der Region - der Nachwuchs tut sich schwer. "Wir haben zwar fünf jugendliche Aussteller, aber die kommen alle nicht aus unserem Ort", bedauerte der Vereinsvorsitzende. Er übt diese Funktion seit 1987 aus und schart etwa 15 Aktive um sich. Die sorgten für die Herrichtung der Halle, für die gastronomische Versorgung der Gäste und eine vielfältige Tombola.

"Wir sind zwar 48 Mitglieder, doch die meisten haben die eigene Zucht aufgegeben", erläuterte Martin Schellbach. Auch 20 Nutzer einer Gemeinschaftsanlage sind dem Verein angeschlossen. Regelmäßig treffen sich die Züchter. Höhepunkte sind die Sommerveranstaltungen und die Weihnachtsfeier.

Ditfurts Bürgermeisterin Rena Jüngst würdigte das Engagement der Vereinsmitglieder, jedes Jahr solch eine breit gefächerte Ausstellung auf die Beine zu stellen. Sie wünschte dem Vorstand, dass es in nächster Zeit doch noch gelingt, Jugendliche für solch ein Hobby zu begeistern.

Bei der Eröffnung wurde an die im vergangenen Jahr verstorbenen, aktiven Vereinsmitglieder Werner Hain, Klaus-Dieter Hain, Günther Wilkerling und Günther Nolding gedacht. Dem Letztgenannten, langjährigen Ausstellungsleiter wurde ein Ehrenpokal gestiftet, der erste dieser Art. Neben der Prämierung der besten Tiere wurden die Vereinsmeister ermittelt, Ehrenpreise des Landes- und des Kreisverbandes sowie weitere gestiftete Gedächtnispreise vergeben.

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