Stadt Osterwieck (mhe) l Die 18 Feuerwehren der Stadt Osterwieck sollen weiterhin einen über die Stadt bezahlten Gerätewart haben. Die Stelle wurde 2013 geschaffen und soll im Stellenplan des Haushaltsplanentwurfs 2014 bleiben. Darauf einigte sich der Hauptausschuss des Stadtrates. Allerdings handelt es sich nur um eine sogenannte Viertelstelle, also für durchschnittlich zehn Stunden in der Woche.

In der Hauptausschusssitzung waren mehrere Vertreter von Feuerwehren zu Gast. Sie hatten erfahren, dass in der Organisationsuntersuchung der Stadtverwaltung vorgeschlagen wurde, diese Stelle künftig abzuschaffen. "Dann werde ich mir überlegen, ob ich weitermache", sagte Schauens Ortswehrleiter Steffen Richardt in der Bürgerfragestunde. Er erläuterte stellvertretend für seine anwesenden Kameraden, wie wichtig ein Gerätewart sei, seit die Feuerwehrtechnische Zentrale des Landkreises ihre Leistungen immer weiter abgebaut hat. Die Feuerwehrleute müssten nun selbst die Autos, Schläuche und Pressluftatemgeräte zu Durchsichten bzw. Austausch bringen und abholen. Hinzu komme die Umstellung der Funktechnik und viel sogenannter Kleinkram. Oft mussten deshalb Feuerwehrleute von der Arbeit frei nehmen, berichtete Richardt aus der Zeit, als es keinen Gerätewart gab. "Was sollen wir denn noch alles machen?", fragte er. Auch Stadtratsmitglied Lothar König (Pro Zilly) plädierte für einen hauptamtlichen Gerätewart.