Wernigerode l Hollywood im Harz - daran erinnern sich besonders jene Frauen und Männer, die als Komparsen in George Clooneys Film "The Monument`s Men - Ungewöhnliche Helden" mitgewirkt haben. "Ich werde mir den Film unbedingt ansehen", sagt Anna-Maria Wolke. Die Wernigeröderin blickt voller Vorfreude auf den 20. Februar. Dann läuft der Streifen in den deutschen Lichtspielhäusern an. Bereits am heutigen Sonnabend feiert er Premiere auf der 64. "Berlinale" in der Hauptstadt.

Im Frühjahr 2013 war Anna-Maria Wolke eine von zahlreichen Statisten, die mit den Hollywood-Stars George Clooney, Bill Murray, Matt Damon und John Goodman im Harz einige Szenen drehen durften. Die Studentin wurde im Bergwerk Rammelsberg bei Goslar eingesetzt, stellte eine in Lumpen gekleidete deutsche Mutter dar.

"Aufgeregt bin ich nicht, eher gespannt", sagt die 26-Jährige so kurz vor dem Filmstart. "Spannend finde ich, auf den Moment zu warten, in dem ich dabei bin und ob ich mich überhaupt erkennen werde." Für sie ist klar: Selbst wenn sie nicht am Dreh beteiligt gewesen wäre, würde sie den Film im Kino anschauen, denn diesen Teil der Historie finde sie hochinteressant. "Ich kann mich nicht erinnern, vorher je davon gehört zu haben. Und ich denke nicht, dass das Bestandteil im Kunsterziehungsunterricht ist. Das finde ich etwas schade."

Die Handlung des Films beginnt am Ende des Zweiten Weltkriegs, als Hitler den Befehl erteilt, keine Kunstwerke für den Feind zurückzulassen. Alles, was nicht mitzunehmen ist, soll vernichtet werden. Genau diese Zerstörung wertvoller, historischer Kunstobjekte sollen die "Monument`s Men" rund um George Stout (George Clooney) verhindern.

Der Film, bei dem Clooney die Hauptrolle spielte und Regie führte, basiert auf dem Buch "The Monuments Men: Allied Heroes, Nazi Thieves and the Greatest Treasure Hunt in History" (im Deutschen: "Monuments Men. Die Jagd nach Hitlers Raubkunst") von Robert M. Edsel.

Die Dreharbeiten fanden ausschließlich in Deutschland statt und dauerten von Anfang März bis Ende Juni 2013. Mehr als 10000 Komparseneinsätze mussten geplant werden. Gesucht wurden im Vorfeld Statisten, die schlank sind, keine gefärbten Haare, Tätowierungen und Piercings haben.

Im Kinopark Zuckerfabrik Halberstadt findet übrigens am 19. Februar eine Vorpremiere statt, Beginn ist um 20 Uhr.