Über 100 Fälle von illegal in der Natur entsorgtem Müll sind im vergangenen Jahr in Halberstadt beziehungsweise im Umfeld der Kreisstadt bekannt geworden. Rätselhaft ist, warum die Verursacher die offiziellen Entsorgungsangebote der enwi nicht nutzen.

Halberstadt l Hausmüll, Bauschutt, alte Pkw-Reifen, leere Flaschen, ausrangierte Computer und Matratzen - dies alles findet man nicht dort wo es hingehört, auf der Müllkippe beziehungsweise auf dem Wertstoffhof, sondern in der Natur. Die illegale Müllentsorgung ist nach wie vor ein großes Problem in Halberstadt sowie im Umfeld der Kreisstadt, informiert Thomas Dittmer, Teamleiter Ordnung und Sicherheit.

"Neben dem unschönen Anblick ist die Entsorgung solcher Ablagerungen mit erheblichen Kosten verbunden."

Thomas Dittmer, Teamleiter Ordnung und Sicherheit

Im vergangenen Jahr wurden der Ordnungsabteilung der Stadtverwaltung 119 Fälle bekannt, in denen illegal Müll verkippt wurde. "Neben dem unschönen Anblick ist die Entsorgung solcher Ablagerungen mit erheblichen Kosten verbunden", so Dittmer. Mehrere tausend Euro würde die Entsorgung kosten. Geld, das an anderer Stelle besser ausgegeben werden könnte. Rätselhaft sei, warum die Umweltsünder nicht den sauberen Weg nutzen, um ihren Müll zu entsorgen. Das Abfallentsorgungssystem in Halberstadt sei dank des Entsorgungsbetriebes enwi sehr gut ausgebaut. "Niemand muss seinen Müll in der Landschaft entsorgen", appelliert Thomas Dittmer.

Insgesamt haben die Mitarbeiter der Ordnungsabteilung der Stadt im vergangenen Jahr im Bereich Stadtordnung 644 Sachverhalte aufgenommen (647 in 2012). Schwerpunkt war mit 297 Fällen die Durchsetzung der Straßenreinigungssatzung. 145 Halberstädter haben den Schnitt ihrer Hecken und Bäume vernächlässigt und bekamen Post von der Stadt, mit der sie an ihre Pflichten erinnert wurden.