Auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wegeleben hat es zahlreiche Beförderungen und Ehrungen gegeben. Die Wehr blickt mittlerweile auf eine 130-jährige Tradition zurück.

Wegeleben l Der Versammlungsraum im Wegelebener Feuerwehrdepot war am zurückliegenden Sonnabend gut gefüllt. Die Mitglieder, zahlreiche Gäste von befreundeten Wehren, von den Verbänden und aus der Verbandsgemeinde hatten sich eingefunden. Wehrleiter Ulrich Müller schilderte in seinem Jahresrückblick die Aktivitäten und Einsätze der Kameraden, sparte aber auch nicht mit kritischen Worten. "Insgesamt hatten wir 44 Einsätze zu absolvieren", erläuterte er. "20 Mal wurden wir überörtlich zu Hilfe gerufen. Allein dreimal rückten wir zum Brand des Reiterhofes in Ditfurt aus." Allein bei diesen Einsätzen leisteten die kameraden 2709 Stunden. Der Hochwassereinsatz spielte auch für die Wegelebener Wehr eine große Rolle. Bei den vier Einsätzen kamen noch einmal 1968 Stunden zusammen. Die Wegelebener sicherten den Gimritzer Damm in Halle, bauten einen Notdeich in Gottesgnaden und sicherten das Bioölwerk in Magdeburg.

Allein für die Indienststellung des neuen Drehleiterfahrzeuges "Ute" investierten die Maschinisten 264 Stunden Ausbildungszeit. Mittlerweile seien sie routiniert und stolz auf das moderne Fahrzeug, das sich in den Einsätzen absolut bewährt hätte. Kritisch warf der Wehrleiter die Frage in die Runde, warum denn niemand von den Kameraden am angebotenen Fahrsicherheitstraining teilgenommen habe. Dies sei aufgrund mangelnder Beteiligung ausgefallen, Müller verlangte eine Besserung für das laufende Jahr. Ansonsten zeigte er sich mit der Bilanz der Wehr mit ihren 35 Aktiven, der Alters- und Ehrenabteilung (15 Mitglieder) und der Jugendfeuerwehr (15) recht zufrieden.

Einen großen Raum nahmen die Ehrungen und Beförderungen ein. Felix Querfurt und Tobias Schütze wurden als Feuerwehranwärter aufgenommen. Kathleen Müller freute sich über die Beförderung zur Hauptfeuerwehrfrau, Mike Tyrock wurde Hauptfeuerwehrmann. Zehn Kameraden erhielten Ehrungen für Dienstjubiläen. Das waren Bruno Müller (70 Jahre), Hans-Georg Wegerich (60), Ernst-Dieter Hapke (50), Brigitte Deppner, Willi Bunk (jeweils 40 Jahre), Jens Kappe (30), Wilfried Schmalz, Nico Springer (jeweils 20), Regina Deppner und Sandra Müller (jeweils 10). Bei den Ehrungen sprach auch die ebenfalls anwesende Verbandsgemeinde-Bürgermeisterin Ute Pesselt (Buko) den Feuerwehrleuten ihren Dank aus.

Vom Förderverein wurden Mario Funk und Jan Klevenow für ihre Verdienste geehrt. Zum Jubiläum gratulierten den Kameraden außerdem der Kultur- und Heimatverein und der Sportverein Meteor. Bei der abschließenden Diskussion gab es eine rege Beteiligung. Dabei ging es um Fragen zu den Alarmierungen und benötigten Impfungen für die Atemschutzgeräteträger. Während die Alarmierungsfrage mit der Ausrückeordnung begründet wurde, stellt die Finanzierung von Impfungen in der Tat ein Problem dar, welches kaum von der Verbandsgemeinde allein gelöst werden kann.