Die ersten frühlingshaften Signale lassen die Freibad-Monate in Sichtweite rücken. Im Langensteiner Förderverein haben die Vorbereitungen für den Jubiläumssommer begonnen: Am 1. Juni soll der Startschuss fallen für die 40. Saison am Maiwinkel.

Langenstein l So traurig sich der Winter für Skifans und Wintersportler präsentiert, so vorteilhaft ist die aktuelle Witterung für die Mitglieder des Freibad-Fördervereins in Langenstein. Dort können dank des fehlenden Frostes bereits einige Reparaturarbeiten begonnen werden. Am gestrigen Donnerstag waren Vereinschef Rolf Guckland und Bernd Hübler damit beschäftigt, den komplett erneuerten Aufbau des Sprungsturms aus der Blankenburger Stahlbau- und Konstruktionsfirma Stabakon abzuholen. Die massige, verzinkte Stahlkonstruktion ist nicht nur hinsichtlich des Gewichtes einer der größten Brocken, den die Vereinsmitglieder vor dem Saisonstart am 1. Juni stemmen müssen.

"Unser Turm war nach fast vier Jahrzehnten einfach in die Jahre gekommen", erklärte Rolf Guckland während der Anlieferung. Kurz vor dem Saisonfinale 2013 dann die böse Überraschung: Ein Riss in einem Holm, die sofortige Sperrung und die Auflage der Stadt, den Turm vom Technischen Überwachungsverein (Tüv) prüfen zu lassen. Weil einige Rohrquerschnitte nicht mehr ausreichend waren, entschieden sich die Vereinsmitglieder gleich für einen kompletten Neubau des Turmaufbaus in einer zertifizierten Firma.

"Wir wollen versuchen, das Bad als Freizeitangebot für unsere Kinder zu etablieren."

Rolf Guckland, Vorsitzender des Fördervereins Freibad Langenstein

Lange suchen mussten die Langensteiner nicht danach. Schließlich wohnt mit Wolfgang Baake der Stabakon-Geschäftsführer im Ort. Und Baake - in der Vergangenheit immer wieder spendabel, wenn es um den Ort und dessen Sportanlagen ging - stiftete dem Verein den kompletten Aufbau und damit das wohl größte Geschenk zum 40-jährigen Bestehen des Bades.

Für Guckland ein Vorzeigebeispiel, das die "tolle Zusammenarbeit" zwischen den Langensteinern und den örtlichen Vereinen zugunsten des Freibades symbolisiere. Geht es darum, ihr 2011 mit einem dorfweiten Schulterschluss vor der Schließung gerettetes Bad voran zu bringen, packen die Langensteiner gemeinsam an.

Bei der Pflege der Anlagen gilt das ebenso wie bei Reparaturen. Die ersten - darunter die Erneuerung der Estrichschicht an der Stirnseite des großen Beckens - starteten noch im Herbst 2013. "Außerdem haben wir begonnen, die Abläufe der beiden Becken für die Fußreinigung zu sanieren", zählt der 65-jährige Techniker auf. Und wieder packt ein Langensteiner mit an. Gunter Richter, ein pensionierter Werkzeugmacher, repariert die vier Wasser-einläufe fürs große Becken in seiner Privatwerkstatt. Und die Kinder dürfen sich auf eine neue Schaukel freuen - Kostenpunkt: 2000 Euro.

Apropos Kinder: Die stehen für die rund 280 Vereinsmitglieder im Mittelpunkt. "Im Sommer wird unsere Grundschule geschlossen. Wir wollen versuchen, das Bad als Freizeitangebot für unsere Kinder zu etablieren. Deshalb geht die Erhöhung der Eintrittspreise an den Jüngsten vorbei." Die vom Freizeit- und Sportzentrum (FSZ) vorgeschlagene pauschale Erhöhung um 50 Cent pro Ticket schlage nur bei den Erwachsenen zu Buche, dort allerdings doppelt. Bei den Mehrtagestickets wird nicht an der Preisschraube gedreht.

Ansonsten wird an Bewährtem festgehalten: Vereinsmitglieder - Erwachsene zahlen aktuell 50 Euro pro Jahr - sind vom Eintritt befreit. Beim den Saisonvorbereitungen setzen die Macher wieder auf helfende Hände. Am 10. Mai werden die Kameraden der Feuerwehr erwartet, um das Becken zu reinigen. Für den 1. Juni ist der Saisonstart geplant und zum 12. Juli soll das 40-jährige Jubiläum des Sommerbades ganz groß gefeiert werden.

Mehr über Freibad und Verein: www.sommerbad-langenstein.de