Schluss mit hartem Wasser und Kalkschäden - dafür soll die Umstellung der Trinkwasserversorgung im Huy sorgen. Erste Abschnitte sind fertiggestellt, weitere werden bis zum Ende des Jahres folgen. Insgesamt werden 4,4 Millionen Euro für das Vorhaben investiert.

GemeindeHuy l Wer derzeit durch Anderbeck fährt, sieht, wie gleich an zwei Stellen gebaut wird. Direkt neben der Bockwindmühle und am Ortseingang aus Richtung Badersleben heben Arbeiter mit schwerem Gerät, aber vorsichtig, Erde aus.

"Das sind Suchschachtungen", erläuterte Jörg Tietz. "Wir überprüfen, wo sich Leitungen im Boden befinden, damit sie bei den weiteren Tiefbauarbeiten nicht beschädigt werden", ergänzte der Baggerfahrer. Grund der Arbeiten ist die schrittweise Umstellung der Versorgung mit Trinkwasser von der Rappbodetalsperre in den Huy-Gemeinden. Im Ergebnis soll dann Schluss sein mit dem überharten Wasser aus Brunnen und Quellen, das oftmals zu Kalkschäden führte.

Ein erster Bauabschnitt wird am 7. März offiziell übergeben, teilt Carl B. Haffke, Geschäftsführer des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Huy-Fallstein (WAZ), gegenüber der Volksstimme mit.

Am 7. März soll erster Abschnitt offiziell übergeben werden

Eine 5,5 Kilometer lange Trinkwasserleitung wurde bereits in Schwanebeck und Haus Nienburg verlegt. Zu dem Vorhaben gehörten außerdem zwei Druckerhöhungsstationen, ein Wasserzählerschacht, neun Be- und Entlüftungen sowie weitere Technik. Ausgeführt wurden die Arbeiten von der Firmenniederlassung der Strabag AG in Halberstadt.

Bei Schwanebeck soll die Fernwasserversorgung neu eingespeist werden, informierten die Verantwortlichen und fügten hinzu, dass die technischen Installationen bis Ende Februar abgeschlossen seien.

Land fördert 4,4 Millionen Euro teure Bauprojekt

Zur Übergabe am Freitag, dem 7. März, an der Druckwassererhöhungsstation in Schwanebeck wird Sachsen-Anhalts Umweltminister Herrmann Onko Aeikens erwartet. Laut Mitteilung aus dem Ministerium werde sich das Land mit 66 Prozent an den Investitionskosten für das Bauprojekt von insgesamt fast 4,4 Millionen Euro beteiligen.

Von Haus Nienburg besteht schon eine Leitung nach Eilenstedt, Eilsdorf und Schlanstedt, so dass diese Orte in Kürze an die neue Fernwasserleitung angeschlossen werden und somit das weiche Wasser erhalten.

Zu den nächsten Bauabschnitten, die in diesem Jahr noch abgeschlossen werden, gehören die Anschlüsse von Dingelstedt und Anderbeck. "Die Arbeiten gehen zügig voran", sagte Strati-Mitarbeiter Jörg Tietz. Weiterhin sind Anschlüsse für Huy-Neinstedt und Wilhelmshall geplant. Diese Aufträge wurden nach der öffentlichen Ausschreibung an die Magdeburg-Hannoversche Baugesellschaft, Stratie GmbH Blankenburg und Strabag AG vergeben.

Weil zwischen Anderbeck, Badersleben, Vogelsdorf und Dedeleben bereits Trinkwasserleitungen vorhanden sind, "können mit Fertigstellung der Ortsumleitungen und technischen Einrichtungen alle Orte im Huy mit weichem Fernwasser versorgt werden", so Carl Hafke.