Thale (dl) l Ein Großbrand in einem Mehrfamilienhaus in Thale (Landkreis Harz) hat am frühen Sonnabendmorgen Feuerwehrleute und Rettungskräfte in Atem gehalten. Nachdem das Flammeninferno in der Erdgeschoss-Wohnung eines 26-Jährigen ausgebrochen war und sich rasend schnell im Treppenhaus des dreigeschossigen Gebäudes ausgebreitet hatte, mussten die Feuerwehrleute zwei Bewohner der Dachgeschosswohnung retten.

"Diese Aktion gestaltete sich recht schwierig", so Vize-Wehrleiter Detlef Goerecke gegenüber der Volksstimme. "Unsere Drehleiter ist gerade in der Werkstatt, deshalb wurde das Drehleiterfahrzeug aus Blankenburg gerufen. Weil wir die beiden Personen aus dem Dachgeschoss unverzüglich retten mussten, kamen Anstell-Leitern zum Einsatz." Die Rettung der 24-Jährigen und ihres 18-jährigen Freundes habe jedoch reibungslos geklappt. Insgesamt seien 14 Bewohner aus dem Haus gerettet worden.

Nach Angaben von Anja Hempel von der Einsatzleitstelle der Polizei wurde der 26-Jährige, in dessen Wohnung das Feuer gegen 5.50 Uhr ausgebrochen war, verletzt. "Er kam mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in eine Klinik."

Die Höhe des Schadens bezifferte sie auf rund 100.000 Euro. Die Wohnung des Mann sei beschlagnahmt worden, am Montag wollen Beamte der Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache aufnehmen. Fahrlässiges Handeln könne nicht ausgeschlossen werden.

Nach Angaben vom Hauptkommissarin Hempel waren 49 Kameraden der Feuerwehren Thale, Blankenburg, Warnstedt und Neinstedt sowie drei Rettungsfahrzeuge und ein Notarzt im Einsatz. Das Polizeirevier Harz war mit fünf Einsatzkräften vor Ort.