Wernigerode (jbs/dpa) l Eine Frau hat am Sonnabend in Wernigerode auf der Straße ein gesundes Mädchen zur Welt gebracht. Die Geburt ereignete sich in der Steingrube. Für ihre Nachbarin Denise Herrmann sprangen Susanne Bartelt und Matthias Bein spontan als Geburtshelfer ein.

Es ist Sonnabend früh um 3.30 Uhr, als Matthias Bein aus dem Schlaf gerissen wird. "Ich habe Schreie gehört", erinnert sich der Fotograf, der mit seiner Familie in der Steingrube, Ecke Burgstraße wohnt. "Ich konnte die Geräusche erst nicht zuordnen. Aber dann habe ich aus dem Fenster geschaut und gesehen, dass eine Frau dabei ist, auf der Straße ein Kind zur Welt zu bringen."

Bein zögert nicht - er weckt sofort seine Freundin, eine gelernte Arzthelferin, und berichtet ihr, was sich gerade vor ihrer Haustür abspielt. Susanne Bartelt streift sich einen Bademantel über das Nachthemd. "Dann bin ich sofort runter auf die Straße gelaufen", sagt sie.

Die Schwangere sei mit ihrem Mann auf dem Weg ins Krankenhaus gewesen, weil plötzlich Wehen eingesetzt hätten. Sie habe es aber nur von ihrer Wohnung ein paar Meter in Richtung des geparkten Autos geschafft. "Und dann ist das Kind auch schon herausgepurzelt", erklärte Bartelt. Halb im Wagen, halb auf der Straße sei das kleine Mädchen zur Welt gekommen.

Alles sei sehr schnell gegangen. Das Kind sei in Decken gehüllt worden, bis der Notarzt eintraf, die Nabelschnur durchtrennte und die weitere Versorgung übernahm.

Die Rettungsleitstelle Harz bestätigte, dass kurz vor 4 Uhr morgens der Notarzt eintraf und Mutter und Kind in ein Wernigeröder Krankenhaus brachte. Am Sonntagnachmittag seien Mutter und Kind nach Hause entlassen worden. Beiden gehe es gut.

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