Bad Suderode (dl) l Gerät der Verkauf des Kurzentrums in Bad Suderode ins Stocken? Die ursprünglich zum Ende dieses Monates geplante Übergabe der Einrichtung an die Berliner Pro Habitare Projektentwicklungs-AG kommt nach Angaben aus dem Quedlinburger Rathaus nicht zustande, weil der Kaufpreis bislang noch nicht gezahlt worden sei. Laut Oberbürgermeister Eberhard Brecht (SPD) ist auch in den nächsten Tagen und Wochen eine Übergabe nicht in Sicht. Ex-Bürgermeister Gert Sauer (FDP) warnt indes vor Panik.

Offenbar aufgeschreckt von Medienberichten, wollte die Chefetage der Pro-Habitare-Projektentwicklungs-AG am Donnerstag ausführlich über den aktuellen Stand informieren. Eine tags zuvor angekündigte Pressemitteilung wurde allerdings nicht verbreitet. Aufsichtsratsschef Joachim Marienburg war für telefonische Rückfragen nicht erreichbar.

Die Berliner Projektentwicklungsgesellschaft, die Gesundheitszentren und Seniorenresidenzen plant und konzipiert, hatte das Kurzentrum Ende vorigen Jahres von der damals eigenständigen Gemeinde Bad Suderode erworben. Nach Volksstimme-Informationen zahlt Pro Habitare für den Kauf rund eine Million Euro. Hinzu kommen noch einmal rund 500 000 Euro, mit denen sich das Unternehmen an den Abfindungszahlungen für die früheren kommunalen Beschäftigten beteiligt.

Das defizitäre Kurzentrum war im Sommer 2013 geschlossen und später verkauft worden, weil das Land keine weiteren finanziellen Kompensationen mehr zahlte.

Bad Suderodes Ortsbürgermeister Gert Sauer hält einen einfachen Grund für die Verzögerungen für denkbar: "Es ist zu vermuten, dass die Auflassung im Grundbuch noch nicht erfolgt ist. Und das ist nach dem Verkauf Ende 2013 absolut nicht unnormal."