Halberstadt (dl) l Es war ein Schreck, der durch Mark und Bein ging und den die Halberstädterin so schnell nicht vergessen wird: Als die Einwohnerin der Klewitz-Straße in dieser Woche ihren Papierkorb entleeren wollte und dafür den Deckel der blauen Tonne anhob, blickte sie nicht auf alte Zeitungen und Kataloge, sondern geradewegs in die Augen einer Schlange. Einer riesigen, wie sie Augenblicke später den Mitarbeitern der Leitstelle via Feuerwehr-Notruf mitteilte.

Die lösten Alarm aus und beorderten umgehend die für solche Fälle geschulten Kameraden der Halberstädter Feuerwehr vor Ort. "Wir haben zunächst den Container Stück für Stück geleert und uns langsam dem Tier genähert", berichtet Jörg Kelle als zuständiger Abteilungsleiter im Rathaus auf Nachfrage. "Anschließend gelang es problemlos, die Schlange einzufangen."

Eine ungiftige Kornnatter, die aus Nordamerika stammt und bis zu 150 Zentimer lang wird. Das Tier, dessen Herkunft unklar ist, habe zunächst in der Tierhandlung Nedel, einem Partner für solche Fälle, Asyl bezogen. "Tier gerettet, niemand gebissen - Ende gut, fast alles gut", sagt Kelle. "Wenn wir jetzt noch den Besitzer ausfindig machen, wäre das Happyend perfekt".