Erst seit vier Jahren beschäftigen sich die Sportfischer des Vereins Weha mit Castingsport im Vorharz. Dennoch sind die Angler aus Wegeleben und Harsleben schon zu einer Top-Adresse im Land Sachsen-Anhalt geworden. Das hat das 2.Harzcasting am vergangenen Sonntag in der Harslebener Mehrzweckhalle gezeigt.

Harsleben l Zufriedene Gesichter machten die Mitglieder des Sportfischervereins Weha am Sonntag in Harsleben. Zur zweiten Auflage des Harzcastings erschienen insgesamt 41 Starter. Vor einem Jahr gingen an der selben Stelle noch 25 Sportler in die Wettkämpfe. "Eine Steigerung um fast das Doppelte kann sich schon sehen lassen", berichtete Turnierorganisator Marco Grigoleit der Volksstimme. "Wir sind auf einem guten Weg in Sachen Castingangeln." Nicht nur das, unter den Teilnehmern waren mit dem aktuellen Seniorenweltmeister Klaus-Jürgen Bruder aus Ermsleben und dem zweifachen Nachwuchs-Vizeweltmeister Christopher Ulrich aus Hohenmölsen zwei Stars der Szene. Das lockte auch den Castingreferenten des Deutschen Angelfischerverbandes (DAFV), Uwe Tempel, nach Harsleben. "Es waren schon ansprechende Leistungen, die die Aktiven hier gezeigt haben", resümierte er zufrieden. Und der Experte musste es schließlich wissen. "Der DAFV ist der Bundesverband, in dem der Landesanglerverband (LAV) und der Verein Deutscher Sportfischer (VDSF) vertreten sind", erklärte Tempel. Die sieben am Harzcasting teilnehmenden Vereine aus Sachsen-Anhalt sind jeweils Mitglied in einem der Verbände. Marco Grigoleit begrüßte Teilnehmer aus Magdeburg, Halle, Hohenmölsen, Unseburg und dem Harz-Börde-Bereich. "Unsere Erwartungen wurden regelrecht gesprengt", sagte er. "Stolz sind wir auch auf unsere Starter, die mit guten Leistungen aufgewartet haben." Bei der großen Konkurrenz setzten sie durchaus ein Achtungszeichen. So kam Danny Korsch in der Disziplin Arenbergscheibe (Erwachsene) auf dem vierten Platz ein. Sensationell unterlag hier Seniorenweltmeister Klaus-Jürgen Bruder denkbar knapp gegen Christopher Ulrich im Stechen.

"Das waren schon ansprechende Leistungen, die die Aktiven hier gezeigt haben"

Uwe Tempel, Castingreferent des Deutschen Angelfischerverbandes

Die Mannschaftswertung gewann der ACV Ermsleben mit 534 Punkten vor dem ISV Haldensleben II (501). Die Gastgeber landeten auf dem fünften Rang (439). Angesichts des kleinen Starterteams der Vorharzer war das beachtlich. Über einen Teilnehmerpokal durften sich die besten drei Sportler freuen. "Die Firma R M-Sport aus Halberstadt hat uns dabei sehr unterstützt", merkte Marco Grigoleit an. Er sieht ein großes Poten-zial in der Harzregion. "Wir verstehen uns als ein Anlaufpunkt für die Angelsportler aus der Region, die sich mit dem Casting vertraut machen wollen." Das sieht auch Klaus-Jürgen Bruder so. Der Ermslebener trainiert die Casting-Sportler des Vereins Weha in seiner Freizeit. "In den vier Jahren ist hier einiges passiert, das haben die erreichten Ergebnisse bewiesen", schätzte er ein. "Wir sind auf einem guten Weg." Diesen Weg können die Vorharzer schon am kommenden Sonnabend weiter verfolgen, denn sie gehen bei den Landesmeisterschaften im Casting an der Haldenslebener Lindenallee an den Start. "Die Wettkämpfe finden auch hier in der Halle statt", blickte Jens Spindler vom gastgebenden ISV Haldensleben voraus.