Die traditionelle Feier der Frauengruppe ist im Seniorenclub Wegeleben etwas Besonderes. In diesem Jahr hatten sich 47 weibliche Partygäste in der Roten Schule eingefunden und genossen das bunte Programm sichtlich.

Wegeleben l Nur vier Männer waren in diesem Jahr bei der Feier der Frauen zugelassen, die am Montag im Wegelebener Seniorenclub stattgefunden hat. Sie hatten die große Ehre, die Damen zu bedienen und für stimmungsvolle Auftritte zu sorgen. Das gelang Hans Dieter Herold, dem Vorsitzenden des Seniorenbeirats des Landkreises Harz, Bürgermeister Hans-Jürgen Zimmer (CDU), Manfred Könnecke sowie Manfred Hein vortrefflich. Zimmer hatte traditionell Rosen für die weiblichen Partygäste im Gepäck, die er persönlich "an die Frau" brachte. Manfred Könnecke unterhielt die Gäste mit passenden Worten zum Frauentag und heimste viel Applaus ein.

Nach dem Kaffeetrinken marschierten die "Harzer Hexen" in den Seniorenraum ein und erzeugten dabei gleich eine entsprechende Party-Stimmung. Mit allerhand Kalauern sorgten sie dafür, dass sich die Frauen köstlich amüsierten - natürlich auf Kosten der vier Männer. Diese mussten den Hexen zur Hand gehen und bekamen dabei so manchen Seitenhieb auf das "starke Geschlecht" zu hören. Damit nicht genug, sie waren auch für die Gestaltung der Programmpunkte zuständig. Ein Höhepunkt war eine Koordinationsübung. Die Herren mussten eine Holzlatte ausbalancieren, auf der vier gefüllte Schnapsgläser angebracht waren und sie dann auf Kommando gemeinsam ansetzen und leeren. "Das ist eine Sache, auf die sich Männer verstehen", verkündete Hans-Jürgen Zimmer. Und tatsächlich, die vier Akteure beendeten die Vorführung, ohne auch nur einen Tropfen zu verschütten. Der Jubel der Frauen für das perfekt ausgeführte Kunststück war ihnen sicher.

Die "Harzer Hexen" präsentierten in der Folge routiniert ihr Programm herunter und brachten alle Anwesenden zum Mitmachen. So trällerten sie lustige Lieder und die Partygäste sangen munter mit. Als Lohn gab es eine ungewöhnliche Modenschau, bei der sie gleich wieder auf die vier männlichen Modelle zurückgriffen. Die neue Kollektion für Frühling und Sommer trieb den Frauen die Freudentränen in die Augen. Der Bürgermeister, ausstaffiert mit einer Hexennase und behängt mit allerhand Hexenutensilien, ging in seiner Rolle auf. "Für solch eine Gaudi bin ich immer zu haben", betonte Zimmer schmunzelnd. Kein Wunder, ist er doch Mitglied im Karnevalclub Wegeleben.

"Ich habe selten eine dermaßen ausgelassene Stimmung im Seniorentreff erlebt."

Gisela Tröster, Clubleiterin

Mit dem von ihnen umgedichteten Holzmichellied "Lebt denn der alte Teufel noch", verabschiedeten sich die beiden Hexen von der lustigen Runde. Allerdings nicht, ohne vorher noch Orden an ihre männlichen Mitstreiter zu vergeben. Die nahmen artig die "große Schnecke auf Waldmoos am Sackband" entgegen und genossen den Beifall der Frauen. Clubleiterin Gisela Tröster zeigte sich vom Auftritt der Hexen begeistert. "Die beiden haben ihre Sache gut gemacht", lobte Gisela Tröster. "Ich habe selten eine dermaßen ausgelassene Stimmung im Seniorentreff erlebt. Ich denke, die Feier der Frauen war ein kultureller Höhepunkt, über den wir noch lange erzählen werden." Der nächste steht im Club schon am Dienstag, dem 18. März, ab 14 Uhr an. Dann besucht die Kriminalpolizei die Senioren. Bärbel Voigt und Sylvia Krause bringen den Rentnern die Arbeit der Polizei zum Thema "Achtung Täter - Wahrnehmungsschulung mittels Phantombildgerät" näher.

Informationen gibt es unter Telefon (03941)602370.