Die Wohnungsbaugenossenschaft Halberstadt (WGH) hat mit der Sanierung der Wohnanlage "Am Franziskanerkloster" begonnen. In etwa vier Wochen folgt eine weitere in der Trauteweinstraße.

Halberstadt l Zeitgleich mit dem Start in den Frühling hat die Wohnungsbaugenossenschaft Halberstadt (WGH) den Startschuss gegeben, die Wohnanlage "Am Franziskanerkloster" zwischen Gerhart-Hauptmann-Straße und Heinrich-Julius-Straße herauszuputzen.

Die Plattenbauten aus den 1980er Jahren sollen fit für die Zukunft gemacht werden. In etwa vier Wochen folgt eine zweite Wohnanlage in der Wilhelm-Trautewein-Straße 99 bis 103, die aus den 1970er Jahren stammt. Die Genossenschaft hat sich entschlossen, weiter in die Stadtumbaugebiete zu investieren. Abriss ist Geschichte, jetzt wird in die Aufwertung investiert, betont WGH-Vorstand Karl-Heinz Schönfeld.

"Die Balkone weichen neuen, attraktiveren und größeren Metallkonstruktionen."

WGH-Vorstand Karl-Heinz Schönfeld

Die Wohnhäuser "Am Franziskanerkloster" und in der Wilhelm-Trautewein-Straße erhalten nicht nur neue und attraktivere Fassaden. Die Gebäude werden so eingepackt, dass sie anschließend als sogenannte Kfw-85-Häuser Energiewerte bieten, die eigentlich nur Neubauten vorweisen. Solaranlagen auf den Dächern versorgen die Wohnungen künftig mit "grüner" Energie und entlasten die Geldbeutel der Bewohner von steigenden Energiepreisen.

Derzeit werden die Wohnhäuser "Am Franziskanerkloster" entkleidet - bedeutet, die alten Betonbalkone demontiert. "Die Balkone weichen neuen, attraktiveren und größeren Metallkonstruktionen", kündigt Karl-Heinz Schönfeld an. Zum Konzept des Umbaus gehört des Weiteren, dass in den Häusern Barrieren abgebaut werden. Die Wohnanlage im Stadtzentrum wird mit insgesamt elf Fahrstühlen ausgestattet, der Block in der Trautewein-Straße erhält fünf Lifte.

Derzeit besitzt die WGH 1000 barrierereduzierte Wohnungen im Stadtgebiet. In den zurückliegenden 13 Jahren sind 41 Fahrstuhlanlagen neu installiert worden. "Das ist einsame Spitze in der Region", ist Karl-Heinz Schönfeld stolz. Bis 2017 sollen es weit über 100 sein.

Die WGH investiert 2014 in die beiden Wohnanlagen (vier Wohnhäuser mit 188 Wohnungen) sowie in die Fertigstellung des Neubaus Am Kulk 6/7 insgesamt 8,7 Millionen Euro, informierte Karl-Heinz Schönfeld abschließend.