Stadt Osterwieck (mhe) l Nun sollen auch die 430 Feuerwehrleute aus der Stadt Osterwieck in den Genuss der sogenannten Feuerwehrrente kommen können. Der Umweltausschuss des Stadtrates gab dem Vorhaben am Dienstagabend seine Zustimmung. Der Stadtrat muss aber noch zustimmen.

Amtsleiter Rüdiger Brandt berichtete, dass nun eine Richtlinie erarbeitet ist. Die Stadt biete den aktiven Feuerwehrkräften an, monatlich fünf Euro in einen Versicherungsvertrag mit den Öffentlichen Versicherungen Sachsen-Anhalt (ÖSA) zur Altersvorsorge einzuzahlen. Die Feuerwehrleute könnten darüber hinaus weitere Einzahlungen auf ihren Vertrag tätigen, um die spätere Auszahlungssumme zu erhöhen.

Brandt wertete die Feuerwehrrente als Anerkennung und Motivation für die Einsatzkräfte. "Wir haben allgemein Schwierigkeiten, neue Feuerwehrleute zu bekommen." Die Stadt geht vorerst von rund 11 500 Euro Ausgaben für die Feuerwehrrente aus.

"Das ist eine gute Sache, aber wie wollen wir das gegenfinanzieren?", fragte Heimo Kirste (Förderverein Dardesheim). Rüdiger Brandt erklärte, dass die Kommunalaufsicht die Zahlung nicht beanstanden werde. Das sei mit der Behörde abgesprochen.

"Wollen die Feuerwehrleute überhaupt diese Zahlung?", fragte Carsten Hörsting (Verein Naturdörfer) angesichts des gering anmutenden Betrages. "Die warten schon drauf", antwortete Stadtwehrleiter Frank Kenzig, "denn das wird ja hier schon ewig diskutiert. Wir sind die Allerletzten im Harzkreis."

Die Rente für Feuerwehrleute gibt es in Sachsen-Anhalt bereits seit 2009. Damals hatten das Innenministerium und die ÖSA eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Zahlung ist eine private Zusatzrente fu¨r aktive Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren und freiwillige Einsatzkra¨fte des Katastrophenschutzes.