Die Mitglieder des Kultur- und Technikvereins Nienhagen haben in der alten Schule ganze Arbeit geleistet, die Räume sind frisch renoviert. Die Pforten des kleinen DDR-Museums sollen sich Ende Mai öffnen.

Nienhagen l Die Räume der Nien- hagener Alten Schule glänzen in einem frischen Weiß, die Mitglieder des Kultur- und Technikvereins und ihre Helfer haben viel Arbeit in die Renovierung gesteckt. Unterstützung hat der Verein dabei auch von etlichen Einwohnern erhalten.

Der Veranstaltungsraum bietet den Besuchern 25 bis 40Sitzplätze. Er ist bereits eingeräumt. "Eigentlich sollte hier noch ein Bar platziert werden", sagt der Vorsitzende Benno Liebner beim Volksstimme-Termin. "Allerdings passt die von uns vorgesehene nicht so recht hinein. Da wird uns bis zur Eröffnung aber noch etwas einfallen."

Eine Etage höher befindet sich das Vereinszimmer, ein halbe Treppe höher hat das kleine DDR-Museum seinen Platz gefunden. "Der Ausstellungsraum ist im dort besser aufgehoben", findet Liebner. "Wir müssen von der Küche, die sich ganz oben befindet, den Kaffee nach unten bringen. Das ist aber das kleinere Übel." Im Erdgeschoss gibt es auch Toiletten, die sich gleich neben dem Veranstaltungsraum befinden. "Bei unseren Jahreshöhepunkten ist diese Anordnung besser", erklärt der Vereinsvorsitzende. "Unsere Senioren müssen nicht übermäßig Treppen steigen, außer wenn sie einmal einen Blick in den Ausstellungsraum wagen wollen. Das war uns wichtig."

Der große Flur wird in den nächsten Tagen noch geschmückt. Dort sollen eine Fahne mit dem Nienhagener Wappen und Bilder 875-Jahr-Feier angebraucht werden. "Platz für einige Exponate ist auch noch vorhanden", sagt Liebner.

Im Eingangsbereich wird derweil noch gehämmert. Vereinsmitglied Lutz Drescher geht dem Sandsteinsockel mit Hammer und Meißel zu Leibe. "Da ist Salpeter drin", schnauft er und wischt sich den Schweiß von der Stirn. "Wir legen den Stein frei, dann wird er neu verfugt. Die Klinkersteine oberhalb des Sockels werden mit Lack bestrichen." Drescher schätzt ein, dass auch diese Arbeiten bis zur Eröffnung erledigt sind.

Eine Party für die neugierigen Bewohner im Ort, die die Leistung des neuen Vereins bestaunen wollen, ist Ende Mai vorgesehen. "Bis dahin steht auch der Zaun, der das Außengelände samt Spielplatz umgibt", ist sich Benno Liebner sicher. "Eine einheimische Firma holt den Zaun ab und baut ihn auf."

Noch in dieser Woche soll der Bauhof Schwanebeck anrücken und ein letztes Mal den Rasen vor der Alten Schule schneiden. "Danach übernehmen wir die Pflege", erklärt Lutz Drescher."

Die Zeit wird für den Kultur- und Technikverein knapp, bereits Ende April richten die Mitglieder erstmals die Nienhagener Festtage aus. Dabei wird den Einwohnern und Besuchern des Ortes ein fünftägiges Programm angeboten. Am 30.April ist ein Fackelumzug mit anschließendem Maifeuer auf dem Sportplatz geplant. Vom 1.bis zum 4.Mai gibt es einen Rummel vor dem Dorfgemeinschaftshaus. Den Abschluss bildet eine Tanzveranstaltung mit "DJ Frank". "Die genauen Zeiten zu den Festtagen werden wir rechtzeitig vorher bekannt geben", erläutert Liebner. "Ich denke besonders den Kindern wird das alles gut gefallen." So soll es beim Maifeuer auch Stockbrot geben.

"Die genauen Zeiten zu den Festtagen werden wir rechtzeitig vorher bekannt geben. Ich denke besonders den Kindern wird das alles gut gefallen."

Benno Liebner, Vorsitzender

Mit Blick auf die Alte Schule meint der Vorsitzende: "Der Veranstaltungsraum bietet sich in der Folge für unsere weiteren Jahreshöhepunkte an. Ein kleines Erntedankfest und eine eigene Weihnachtsfeier haben wir auch im Programm. Diese Höhepunkte finden in der Alten Schule statt."

Bis dahin sei wohl auch das Problem mit dem Wasseranschluss geklärt. "Bislang haben wir unser Putzwasser immer von zu Hause mitgebracht, da der Anschluss in dem Gebäude noch nicht freigegeben worden ist", sinformiert Liebner. "Von der Stadtverwaltung in Schwanebeck wurde uns aber die Zusicherung gegeben, die Sache zeitnah zu erledigen."