Über 180 ehrenamtliche Mitarbeiter sind im Kreisverband Harz der Arbeiterwohlfahrt (AWO) tätig und unterstützen die sozialen Einrichtungen bei der Bewältigung ihrer Aufgaben. Auf einer Dankeschön-Veranstaltung sind die langjährigen Helfer geehrt worden.

Halberstadt l "Ohne sie und ihre vielen guten Ideen und individuellen Fähigkeiten wäre unsere soziale Arbeit in dem Umfang nicht möglich", hieß Norbert Fröhlich die Frauen und Männer nach der musikalischen Einstimmung durch den Chor der "Harzer Tafel" willkommen.

Nur durch den persönlichen Einsatz und das leidenschaftliche Eintreten für ihre Mitmenschen sei der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) das, was er sei: eine starke Gemeinschaft für die Bürger der Region. Aus diesem Grund wolle man mit dieser Veranstaltung ein besonderes Dankeschön sagen für den freiwilligen Einsatz, der in Stunden nicht zu beziffern und ein unverzichtbarer Schatz sei, unterstrich der AWO-Kreisvorsitzende.

Weil das so sei, müsse die Öffentlichkeit viel mehr erfahren über jene Menschen, die freiwillig, unentgeltlich und eingefügt in einen organisatorischen Rahmen Aufgaben übernehmen, die dem Gemeinwohl in großem Umfang zu Gute kommen.

Mehr als 100 der über 180Ehrenamtlichen aus dem AWO-Kreisverband Harz waren der Einladung nach Halberstadt gefolgt. "Wir sind stolz auf sie alle und alles, was wir auch dank ihrer Hilfe erreicht haben", so Fröhlich weiter.

Die aktuelle Zahl der Ehrenamtlichen werde jedoch in Zukunft nicht mehr ausreichen, gab er zu bedenken. Weil die Probleme nicht geringer würden, müssten noch mehr Menschen gewonnen werden, die Aufgaben im sozialen Bereich übernehmen.

Norbert Fröhlich erwähnte die Harzer Tafel in Quedlinburg, dem größtes sozialen Projekt des Kreisverbandes. Dank dem Engagement von rund 60Personen werden Bedürftige in Läden ohne Kasse an mehreren Standorten regelmäßig mit Lebensmitteln versorgt und können die Angebote der Kleiderkammern nutzen. Die Tafel versorge zudem das "Restaurant mit Herz" in Quedlinburg, das für viele Menschen ein Ort der Begegnung und des Austausches ist, mit Lebensmitteln.

Ebenso unverzichtbar wie diese Einrichtungen sei das Kinder- und Jugendtelefon als anonyme und kostenfreie Beratung. Mehr als 10 500Konsultationen hätten die Ehrenamtlichen im vergangenen Jahr geführt. Sie schenkten ihren jungen Gesprächspartnern Zeit, Verständnis und Geduld, gewannen ihr Vertrauen und konnten oft helfen, schätzte Fröhlich ein.

Sehr wichtige Arbeit werde in den Senioren-Begegnungsstätten geleistet. Hier gelte es für die Akteure, sich ständig Neues und Interessantes einfallen zu lassen, womit sie das Angebot für die älteren Bürger abwechslungsreicher gestalten können. Zahlreiche Veranstaltungen finden übers Jahr statt und locken die Senioren aus den eigenen vier Wänden. "Ich könnte noch so vieles aufzählen, was in unserem Kreisverband Menschen für Menschen leisten", sagte Fröhlich. Und: "Ich sage ihnen allen Dankeschön für ihren Einsatz, ihre Freundlichkeit, ihr Verständnis."

AWO-Geschäftsführer Kai-Gerrit Bädje und Kristin Rost ehrten sechs Frauen und Männer für ihr freiwilliges soziales Engagement mit Urkunden und Präsenten. Bädje gab bei der Gelegenheit personelle Veränderungen bekannt. So wechselt Anke Gehrke, die bisher für die Betreuung der Ehrenamtlichen zuständig war, in die Schuldnerberatung. Neue Leiterin für den Bereich soziale Arbeit ist ab sofort Kristin Rost. Aufgrund der Größe dieser Sparte wird sie von Ehrenamtskoordinatorin Ines Schmidt unterstützt.

Die Dankeschön-Veranstaltung im Restaurant "Wehrstedter Hof" fand nach der Ehrung, dem Auftritt des Chores und dem gemeinsamen Abendessen ihre Fortsetzung mit dem Auftritt der Bauchtänzerin "Shaina" sowie Musik zu Tanz und zur Unterhaltung mit der Band Mosaik.

 

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