Die Groß Quenstedter Grundschüler haben kürzlich einen Projekttag absolviert. Roy Mittmann vom Teddybärenmuseum in Sonneberg besuchte die Kinder und bastelte mit ihnen kuschlige Bären.

GroßQuenstedt l Große Aufregung und Vorfreude herrschte bei den Lehrern und Kindern in der Groß Quenstedter Grundschule, denn es hatte sich Besuch aus der Spielzeugstadt Sonneberg angesagt. Die Klassenzimmer waren für den Projekttag eigens hergerichtet worden. Alles drehte sich dabei um den liebsten Spielgefährten eines jeden Kindes - den Teddy. Roy Mittmann, vom Teddybärenmuseum in Sonneberg, ließ allerdings etwas auf sich warten. Als er endlich in der Schule eintraf, war die Freude groß.

Die Lehrerinnen hatten ihre Schützlinge schon im Vorfeld auf den Besuch eingestimmt. Alle vier Klassen beteiligten sich intensiv an dem Projekttag. Die Kinder hatten ihre eigenen Teddys mit zum Unterricht gebracht, alles drehte sich um den Spielgefährten. So trugen sie in der 3. Klasse einen Beobachtungsbericht über den Braunbären vor, es wurden Lesezeichen gebastelt und sogar auf Bastelbögen war der Bär zu finden.

"Die Kinder werden ihren Teddy sicherlich in Ehren halten. Schließlich haben sie ihn auch selbst ausgestopft."

Angela Ernst, Schulleiterin

"Die Schüler beschäftigten sich mit sogenannten Teddy-Elfchen - das ist eine spezielle Gedichtform", erläuterte Schulleiterin Angela Ernst. "Dazu gehörte auch das Vortragen von Strophen und ganzen Versen."

Auch die Lehrer hatten an diesem Tag Kuschelbären aus ihrer Kindheit dabei. So wurde die Bestimmung des schönsten Teddys zu einer kniffligen Angelegenheit. Die Schüler hatten sichtlich Spaß an der Sache. Roy Mittmann besuchte jede einzelne Klasse und erzählte geduldig Geschichten zum Teddy und verwies auf einzelne Ausstellungsstücke des Museums in Sonneberg. Dort finden sich der größte Teddy der Welt - der hockend 3,40 Meter misst - aber auch der kleinste - der in einen Nähnadelkopf passen würde. Die Kinder lauschten den Ausführungen aufmerksam. Einige konnten es gar nicht erwarten und begannen schon eifrig, die wuschligen Bären mit den Namen "Schlafmützen", "Sternchen", "Schmusele" und "Willi Wischmopp" auszustopfen.

Roy Mittmann ging durch die Reihen und verteilte mit einem Löffel kleine Kügelchen, die dem Teddy die Festigkeit geben sollen. Dazu gab er Tipps, wie ein Stofftier richtig anzufertigen ist. Selbst Schulleiterin Angela Ernst beteiligte sich an den Bastelarbeiten und fertigte ihren "Willi Wischmopp" noch im Unterrichtsraum, der 4. Klasse an. Für alle Beteiligten brachte der Projekttag eine Menge Spaß mit sich. "Die Kinder werden ihren Teddy sicherlich in Ehren halten", meinte die Schulleiterin. "Schließlich haben sie ihn auch selbst ausgestopft." Dann lobte sie das Engagement des Fördervereins der Schule, der die Ak- tion finanziert hatte. Patricia und Lukas, Schüler der 4. Klasse, präsentierten bald ihre fertigen Teddys und zeigten sich mit ihrem Werk ganz zufrieden. Zum Abschluss ging es hinaus auf den Schulhof, dort stellten sich die Kinder und die Lehrer zu einem gemeinsamen Erinnerungsbild auf, das von einer Fotografin aus dem Ort aufgenommen wurde.

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