Wernigerode (ru) l Um zwei Werke hat Karl Oppermann seine Stiftung an der Hochschule Harz erweitert. Seine großformatigen Bilder zum Arabischen Frühling tragen die Namen "Syria, Syria" und "Die Freiheit geht weiter". Sie sind im Vorjahr entstanden und schließen sich an die Werke an, mit denen der über 80-jährige, politisch denkende Künstler zum Nachdenken anregen möchte.

"Er ist keiner, der in seinem Elfenbeinturm sitzt; er malt, was er sieht, wo er ist", sagte Doris von Klopotek. Die ehemalige Schülerin von Karl Oppermann hielt auf dem Stifterabend nach der Vertragsunterzeichnung zur Stiftungserweiterung die Festrede. Sie selbst stellt gegenwärtig ihre Werke in der Rektoratsvilla der Hochschule in Wernigerode aus.

Die Stiftung Karl Oppermann ist 2008 ins Leben gerufen worden. Die Bilder mit internationalen Themen sind Schenkungen beziehungsweise Dauerleihgaben und in der Hochschul-Bibliothek auf dem Wernigeröder Campus der Öffentlichkeit zugänglich. Sie bieten den Studierenden, Mitarbeitern und Gästen einen kritisch-humanistischen Blick auf die Welt durch die Augen des großen Malers. Seine Gemälde handeln von Aufbruch und Glückssuche, von Flucht, Vertreibung und dem Kampf ums Überleben.