Der Countdown läuft, die Tage werden länger und die Temperaturen steigen. Seit dem 1. April ist der Förderverein Freibad Dedeleben nun offiziell der Eigentümer des Freibades. Diese neue Verpflichtung nehmen die Vereinsmitglieder sehr ernst und arbeiten derzeit an jedem Sonnabend mit Hochdruck in ihrem Bad.

Dedeleben l Dicker Nebel hängt über dem Freibad von Dedeleben, doch das Wetter hält die Helfer nicht ab. Auf dem gesamten Gelände des Bades wird emsig gearbeitet.

"Das Bad war in einem weit schlimmeren Zustand, als wir erwartet hatten."

Vereinsvorsitzender Axel Küstermann

Noch sei viel zu tun, erklärt der Vorsitzende Axel Küstermann und weiß nicht so recht, wo er mit der Aufzählung beginnen soll. Der Förderverein ist nun rechtmäßiger Eigentümer des Freibades Dedeleben, der Vertrag wurde am 1. April unterzeichnet. Nach langen Verhandlungen mit der DLRG steht nun auch fest, dass diese das Bad betreiben werde. "Und Peter Hartmann wird hier wieder als Rettungsschwimmer arbeiten", freut sich Küstermann.

"Wenn es nach uns geht, würden wir gern am !. Juni, dem Kindertag, eröffnen. Ob aus dem geplanten Kinderfest und der abendlichen Badeparty tatsächlich etwas wird, hängt von der rechtzeitigen Lieferung einiger technischer Ersatzteile ab. Bei den Absperrklappen bestehe derzeit ein Lieferengpass. Daher könne es eng werden mit dem Wunschtermin. Als spätester möglicher Eröffnungstermin stehe dann der 15. Juni fest.

Bereits vor den Toren des Bades wird die Fassade gesäubert. Der blaue Schriftzug "Freibad Dedeleben" wird verschwinden, kündigt Axel Küstermann an. Hier seien bereits die Kinder aufgerufen worden, ein passendes Eingangsbild zu entwerfen. Der Malerbetrieb Jahn aus Dedeleben unterstützt den Verein bei den Malerarbeiten.

"Das Bad war in einem weit schlimmeren Zustand, als wir erwartet hatten", beschreibt Küstermann. Es sei zwar 1993/1994 saniert worden, jedoch scheine danach 20 Jahre nichts mehr gemacht worden zu sein. Es sind die vielen Kleinigkeiten, die aufhalten und die am Ende keiner wirklich sieht. Als Beispiel zeigt der Vorsitzende auf die Terassenplatten, die alle angehoben worden sind, weil das "Stolperfallen" waren. Das Becken selbst sieht derzeit noch wenig einladend aus. Das werde noch komplett gereinigt. An einer Seite hat Küstermann selbst ein Stück zur Probe mit dem Kärcher bearbeitet und sei zufrieden, dass es darunter wie neu aussehe. Ein weiteres Muss bis zur Eröffnung sind die Treppenstufen, die ins Becken führen. "Diese waren so kaputt, dass die Kinder im vergangenen Jahr sogar mit Strümpfen ins Wasser gegangen sind, um sich nicht zu verletzen."

Sorge bereitet Axel Küstermann auch noch die Tatsache, dass er für den Kiosk im Bad bisher noch keinen neuen Pächter gefunden hat. "Die bisherige Betreiberin hat aufgehört, ich habe aber Hoffnung, dass sich noch jemand findet, der Spaß an dieser Arbeit hat."

Am Wasserfilter füllen vier junge Männer Filtermaterial ein. Sack für Sack verschwindet in dem großen Behälter. "Auch die jungen Leute helfen mit, ist Axel Küstermann mit der Beteiligung der Dedelebener an den Arbeitseinsätzen zufrieden. Aktuell habe der Förderverein 128 Mitglieder. "Zum Glück haben wir viele Fachleute unter den Vereinsmitgliedern, die genau sehen, wann sie gebraucht werden. So können wir fast alle Gewerke abdecken. Denn Geld sei knapp im Verein, da müsse man auf jeden Euro schauen. Daher ist der Verein dankbar für jede Spende.

 

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