Quedlinburg (dpa) | Mit einer Prozession in historischen Gewändern ist Quedlinburg am Ostersonntag in den Kaiserfrühling gestartet. Mehr als 40 Mitstreiter beteiligten sich an dem Umzug und stellten unter anderen Otto den Großen und die Ritterschaft dar, wie der Vorsitzende des Freundeskreises Kaiserfrühling, Detlef Massow, sagte. Rund 300 Schaulustige hätten das Treiben verfolgt.

Pünktlich zum Auftakt strahlte über der Fachwerkstadt, die zum Welterbe der Unesco gehört, die Sonne. "Es waren angenehme Temperaturen - wir haben nicht geschwitzt und nicht gefroren", sagte Massow. Zum Abschluss des Kaiserfrühlings ist Pfingsten ein großes Fest geplant, zu dem in den vergangenen Jahren tausende Besucher kamen.

Der Freundeskreis Kaiserfrühling erinnert mit dem Umzug daran, dass Quedlinburg am Nordrand des Harzes vor 1000 Jahren einer der wichtigsten Aufenthaltsorte der ersten deutschen Herrscher war. Laut Stadt gab es zwischen 922 und 1207 insgesamt 69 Besuche von deutschen Königen und Kaisern. Heute sind auf einer Fläche von gut 80 Hektar rund 1300 Fachwerkhäuser zu sehen.