Die Schlanstedter Tanzmäuse bestehen in diesem Jahr zehn Jahre, ein schöner Grund zu feiern. Am Palmwochenende befand sich Schlanstedt im Osterfieber. Und natürlich wurde auch getanzt.

Schlanstedt l Bettina Heine und Janett Ahrens sind begeistert, als sie die kleine Sonderausstellung in der Heimatstube betreten. Plakate, Fotos, Kostüme und Requisiten erzählen die Geschichte von zehn Jahren "Schlanstedter Tanzmäuse". Die Ausstellung wurde durch Gisela Bawey gestaltet, sie ist gelernte Dekorateurin und das sieht man auch. Gekonnt sind Kostüme an die Wand drapiert und wirken lebendig. 2004 haben sich die Tanzmäuse unter dem Dach des Heimatvereins durch Janett Ahrens und Kerstin Bawey gegründet. Kerstin Bawey ist mittlerweile aus Zeitgründen nicht mehr dabei. Es gab auch eine Zeit, da haben nicht nur die Kinder getanzt. Janett Ahrens erzählte: "Zur 1075-Jahrfeier von Schlanstedt haben wir `Mamma Mia` aufgeführt, das war eine großartige Sache und ein voller Erfolg. Und wir haben es sogar geschafft, das Ganze zwei Jahre später noch einmal auf die Bühne zu bringen, Schlanstedt hat getobt."

Die Mäuse heute, das sind neun Mädchen im Alter von sechs bis neun Jahren mit ihren Trainerinnen Bettina Heine und Janett Ahrens. Einmal in der Woche wird in der Turnhalle trainiert. Gern treten sie zu verschiedenen Anlässen in der Umgebung auf. Janet Ahrens: "Wir haben viele Anfragen für noch kleinere Kinder, wir sind gerade am Überlegen, wie wir das realisieren können." Die Trainerinnen arbeiten ehrenamtlich und sind dankbar für jede Unterstützung. So wurden die kleinen Umschläge, die anlässlich des Jubiläums übergeben wurden, dankbar angenommen.

An diesem Sonntag vor Ostern war traditionell viel los in der Heimatstube. Die Ideen von Monika Jeschke sind in Schlanstedt sehr beliebt. Für diesen Nachmittag hatte sich die kreative Frau unter anderem für Fadenstickereien entschieden, die am Ende wie durch Zauberhand zu einer kleinen Eule wurden.

Hoch im Kurs standen auch Osterkörbchen, verziert mit Schmetterlingen und Blüten. Alles war liebevoll vorbereitet, sogar Glitzersteine waren schon aufgeklebt. "Damit es nicht so lange dauert und die Kinder einen Erfolg sehen", erklärte die Fachfrau. "Mir gehen die Ideen nicht aus", freut sie sich auf jeden einzelnen Bastelnachmittag. Der Erfolg gibt ihr recht. Einträchtig saßen Groß und Klein zusammen und schnitten und klebten eifrig.

Es gibt in der Heimatstube wohl keinen Nachmittag ohne selbst gebackenen Kuchen. Die Frauen des Heimatvereins und die Tanzmäusemuttis hatten sich wieder einmal selbst übertroffen und verschiedenste Kuchen gebacken, sogar eine Geburtstagstorte für die Mäuse war dabei. Kuchen und Kaffee fanden reißenden Absatz, der Erlös kam an diesem Tag den Tanzmäusen zugute. Auch der Erlös des kleinen Trödelmarkts, der durch den Verein im Foyer aufgebaut wurde, ging an die Tanzmäuse.

An einem der Tische saßen die Senioren aus dem Pflegeheim, die immer wieder gern in die Heimatstube kommen. Auch hier war das Bastelfieber ausgebrochen. Der Höhepunkt des Tages fand in der benachbarten Turnhalle statt, wo die Tanzmäuse unter viel Beifall einige Kostproben ihres Könnens zeigten. "Wenn die Zahl der Tänzerinnen mal gerade sein muss, wird aus der Trainerin Bettina schnell mal Maus Nummer zehn", verriet Janett Ahrens. Sieglinde Hübner vom Heimatverein hatte dann für jedes Kind noch ein kleines Geschenk, gestiftet von Gitti Meier aus dem Ort.

Und dann ging es rasch wieder nach draußen, denn unterdessen war hier der Osterhase gesichtet worden.

   

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