Halberstadt l Mit lobenden Worten und einem großen Dankeschön gegenüber der Polizei hat sich ein Halberstädter an die Volksstimme gewandt. Der der Redaktion namentlich bekannte Mann reagierte damit auf einen nächtlichen Polizeieinsatz, der schnell und effizient abgelaufen sei und bei dem zwei Einbrecher auf frischer Tat gestellt werden konnten. "Das lief ab wie man es sonst in Krimis sieht - absolut schnell und erfolgreich", so der Halberstädter. Dafür, so der Zeuge, sollte den Beamten einfach mal gedankt werden.

Der Anwohner hatte in der Nacht zum Freitag voriger Woche in der Derenburger Straße in Halberstadt gegen 2.55 Uhr verdächtige Geräusche wahrgenommen. Der Mann schaute nicht weg, sondern genau hin, und war sich sicher, dass in der direkten Nachbarschaft gerade Einbrecher am Werk sind. Er ließ keine Sekunde verstreichen, griff zum Telefonhörer, wählte den Polizei-Notruf und informierte die Beamten. "Die fragten nicht ewig lange nach, sondern machten richtig Dampf - keine fünf Minuten später war die Streife vor Ort und hatte Erfolg", berichtet der couragierte Zeuge. Bei zweien der Einbrecher klickten Augenblicke später die Handschellen, einem Komplizen gelang zwar die Flucht, dessen Identität ist aber lauf Polizei bekannt. Zwar wurden die beiden festgenommenen Tatverdächtigen nach der Vernehmung wieder entlassen - dank Notruf und raschem Zugriff wird nun aber gegen sie ermittelt. Für den Zeugen ein "toller Erfolg, für den man den Beamten ruhig einmal öffentlich danken sollte", wie er betont.

Zumal es leider auch anders laufen könne, wie er berichtet: Nur zwei Tage später - in der Nacht zum Montag - habe es in der Nachbarschaft erneut einen Einbruch gegeben. Und der Halberstädter wählte wieder die 110. "Doch da war es längst nicht so unkompliziert. Die Frau in der Polizeizentrale fragte ewig nach und wollte erst mal wissen, von wo aus ich überhaupt anrufe", erzählt der Mann. Gleichwohl setzt er auf seine positiven Erfahrungen mit der Polizei und dankt den hiesigen Beamten. "Die haben einfach einen guten Job gemacht. Womöglich auch, weil sie gerade in der Nähe waren und die Umstände günstig waren. Das ist aber nur möglich, wenn es Zeugen gibt, die im Notfall sofort die 110 wählen, und wenn die Polizei personell nicht weiter ausgedünnt wird."