Mit Kind und Kegel haben sich etwa 60 Naturfreunde bei schönstem Wanderwetter aufgemacht, um gemeinsam den neuen Rundweg einzuweihen.

Badersleben l Sogar das Fernsehen ist da. Bernd Fuhrmeister schaut zufrieden über den Schillerplatz, der sich so langsam füllt und dann in Richtung Himmel. Das Wetter scheint geradezu ideal für eine zünftige Wanderung durch den Huy. Die Schlechtwettervariante wird wohl nicht gebraucht werden. Etwa 60 große und kleine Wanderfreunde haben sich am Schillerplatz in Badersleben versammelt, um einen neuen Wanderweg zu testen und einzuweihen. Bevor sich die Gruppe in Bewegung setzt, bedankt sich der Vorsitzende des Vereins bei allen Sponsoren. Von der Forstbetriebsgesellschaft Dingelstedt gibt es einen Scheck und auch die Jagdgenossenschaft aus Badersleben hat den Verein mit einer Geldspende unterstützt. Der neue Wanderweg wird durch 62 Schilder gekennzeichnet, von denen jedes einzelne seinen Paten gefunden hat. Viele der Schilderpaten wollen an diesem besonderen Tag mitwandern. Die Schmierereien in der vergangenen Woche, durch die einige Schilder unbrauchbar geworden sind, bezeichnete Fuhrmeister als "Schildbürgerstreich" und bittet erneut alle Bürger, wachsam zu sein. Der siebenjährigen Johannes Neumann darf mit einem Scherenschnitt den Quellweg eröffnen. Der neue Wanderweg ist der mittlerweile vierte komplett beschilderte thematische Rundweg, den der Förderverein "Zwischen Huy und Bruch" realisiert hat. Nach dem Huysburg-Rundweg und zwei geologischen Wanderwegen wurden hier Quellen und Gewässer miteinander verbunden. Der Quellweg beginnt offiziell in Badersleben direkt am Schillerplatz. Hier steht auch ein großes Schild mit einem Gesamtüberblick der einzelnen Wanderwege durch und rund um den Huy.

Die verkürzte Strecke der Eröffnungswanderung führte von Badersleben über den Marienspring nach Huy-Neinstedt zum Piepenpal, weiter vorbei an den Kollyteichen und über den Schlangenweg zurück nach Badersleben. Während der Wanderung durch die herrliche Natur war auch genügend Gelegenheit, sich über ein weiteres Projekt des Wegekonzeptes auszutauschen. Ein Wartenweg soll das Angebot komplettieren. Im Moment wird in den Reihen des Vereins überlegt, ob ein Rundweg oder ein gerichteter Wanderweg sinnvoller sein wird.

Im Förderverein "Zwischen Huy und Bruch" haben sich Macher gefunden, welche die Region um den Huy touristisch erschließen und entwickeln wollen. Sie setzen dabei vorerst auf den Trend Wandern und halten die Bedingungen in der Region für ideal. Die Mitglieder des Fördervereins treffen sich einmal im Monat in einer Gaststätte der Region und freuen sich über jeden, der den Weg zu ihnen findet. "Jede Idee für unsere Region nehmen wir dankbar auf", sagt der Vorsitzende Bernd Fuhrmeister.

 

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