Einmal im Jahr wird ein großes Fest für die Bewohner des St.-Pia-Heimes und alle Angehörigen veranstaltet. Es gibt ein Programm für jeden Geschmack, man kann sich auf dem weitläufigen Gelände jedoch auch zurückziehen.

Dingelstedt l Oliver Standt freut sich. Er kann Ara-Dame "Laura" spüren, die auf seinem Arm Platz genommen hat. "Daran wird sich Oliver noch lange erinnern", sagt seine Mutter Walburga Standt erfreut. Ihr Sohn ist einer der Bewohner des St.-Pia-Heimes in Dingelstedt. Zum Jahresfest sind Olivers Eltern ins Heim gekommen, um den Tag mit ihrem Sohn gemeinsam zu verbringen. Für einen Tag wird das große Festzelt, das im Garten des Heimes aufgestellt wurde, zum Mittelpunkt des Pia-Lebens. Bewohnerin Bianca Schützendübe erzählt erst einmal begeistert, was für den Tag so alles geplant ist. Mit einem Gottesdienst im Zelt hat das Fest begonnen. Bianca durfte sogar einen Text zum Motto "Von Mensch zu Mensch - Brücken bauen" verlesen. Sie erklärt: "Das bedeutet, dass behinderte und nichtbehinderte Menschen ganz normal miteinander umgehen und einander akzeptieren." Zum gemeinsamen Kaffeetrinken spielen die Jagdhornbläser und eine Mädchentanzgruppe tritt auf. Viele haben schon auf die Tiershow aus Halberstadt gewartet. Der Funke springt sofort über und alle sind begeistert dabei. Und dann geht Michael Bussenius mit Ara-Dame "Laura" durch die Reihen.

Draußen auf dem Gelände des Heimes gibt es viel zu entdecken. Langweilig wird es nicht. Beim Bogenschießen und Ballwurf versuchen sich Bewohner und Angehörige. Eine Mal- und Bastelstraße lädt alle ein. Sogar ein Pferd soll noch kommen. Wer will, kann sich mit den Freunden oder den Angehörigen fotografieren lassen und hat so ein schönes Andenken an das Jahresfest. Überall sitzen die Familien beisammen und genießen diesen Tag.

Bevor sich Bianca Schützendübe wieder ins Getümmel stürzt, möchte sie sich noch im Namen aller Heimbewohner bei allen Mitarbeitern für das tolle Fest bedanken.

 

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