Röderhof/Halberstadt/Blankenburg (dku/dl) l Der Weg für die Fusion des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Huy-Fallstein (WAZ) mit der Region um Halberstadt sowie dem Blankenburger Verband TAZV ist frei. Gegen die Stimmen aus der Verbandsgemeinde Vorharz stimmten die übrigen WAZ-Vertreter am Mittwochabend der Fusion im zweiten Anlauf zu. Der neue Trink- und Abwasserzweckverband Vorharz soll seinen Sitz in Blankenburg bekommen und ist künftig für die Wasserver- und -entsorgung für rund 55 000 Einwohner zuständig.

Während der Fusionsbeschluss beim TAZV Blankenburg bereits seit längerem steht, bedurfte es für den Beschluss beim Trink- und Abwasserzweckverband Huy-Fallstein mehrerer Anläufe. Im Herbst 2013 war die Beschlussfassung zweimal vertagt worden, im Frühjahr dieses Jahres kam die Mehrheit in der Verbandsversammlung bei der ersten Abstimmung nicht zustande. Zuletzt war in Halberstadt ein heftiger Streit entbrannt, weil die Stadt die Vertreter der Ortsteile im WAZ mit einem Stadtratsvotum zwingen wollte, gegen die Fusion zu stimmen. Eine solche Eilvorlage kam zwar im Stadtrat zustande, wurde aber von den Bürgermeistern aus fünf Ortsteilen gekippt.

Das Land drängt auf neue, effektivere Verbandsstrukturen und hat vor dem Hintergrund der Fusion bislang Fördermittel zurückgehalten. Die Volksstimme berichtet in ihrem Printausgaben Halberstadt und Wernigerode am Freitag ausführlich.