Klein Quenstedt (sc) l Wie aus den Getreidekörnern das Mehl für Brot und Kuchen wird, das können am Pfingstmontag Kinder in Klein Quenstedt erfahren. In der Wassermühle des Ortes werden um 11 und um 15.30 Uhr Sonderführungen nur für Kinder angeboten.

Klein Quenstedts Wassermühle stammt aus dem Jahr 1798. Zwischen 10 und 18 Uhr führen am Pfingstmontag, seit vielen Jahren zugleich Deutscher Mühlentag, Mitglieder des Mühlenvereins Besucher durch das technische Denkmal. Auf vier Stockwerken erläutern sie die Funktionen vom Anliefern des Korns bis zum Mischen des Mehls und erzählen Stippstöreken.

Auch in diesem Jahr ist die Besichtigung der Mühle kostenlos. Die Führungen finden jeweils zur vollen und zur halben Stunde statt. Aus Gründen der Sicherheit ist die Anzahl der Teilnehmer je Führung begrenzt. Die Besucher werden daher gebeten, sich am Eingang eine Eintrittskarte geben zu lassen, auf der die Zeit der Führung vermerkt ist, informiert Vereinsmitglied Winfried Sarömba.

Höhepunkt für die kleinen Besucher sind die Kinderführungen um 11 und um 15.30 Uhr. Beim Rundgang werden Dinge erklärt, die einfach zu verstehen sind und die sich bewegen, wie Wasserrad, Elevatoren und Fahrstuhl. Zu Beginn wird der Kuchen probiert. "Wir wollen doch sicher sein, dass der Müller auch fein genug gemahlen hat. Anschließend lockt draußen die Spielecke, wo kleine Bastelarbeiten und Spiele zu einem spannenden Tag beitragen", so Sarömba.

Für das leibliche Wohl sorgen Familie Heucke und die Mitglieder des Mühlenvereins: Ob Schmorwurst, Chili oder Hefekuchen frisch aus dem Ofen, und von Limo bis Mühlentropfen lässt die Auswahl wohl kaum einen Wunsch offen. Platz bieten Mühlenhof, Garten und der Freisitz unter dem Dach des Neubaus.

Das Besondere an der Klein Quenstedter Wassermühle ist die vollständig erhaltene Mühlentechnik, von Elevator und Schälmaschine über Mühlstein- und Walzen-Mahlgänge bis hin zu Sichter und Mehlmischmaschine. Seit 2009 gibt es wieder einen Mühlengraben, der einen Teil des Assebachwassers zum Wasserrad leitet. "Etwas ganz Außergewöhnliches ist der Fahrstuhl von 1888, den der Müller vom Fahrkorb aus durch rasches Weitergreifen und damit Strammhalten des Steuerseiles in Bewegung setzt", erklärt Sarömba.

Vereinsvorsitzender Ulrich Heucke ist froh, dass es die Kinderführungen gibt. "Es ist immer wieder ein großer Spaß für die Kleinen, und wir bringen ihnen Technik näher. In der Mühle konnten wir jetzt den Medienraum fertigstellen. Während des Jahres haben wir damit Gelegenheit, Besuchergruppen vor dem Rundgang eine Einführung in Geschichte und Technik der Mühle zu geben", sagte Heucke.

Da noch an der Hauptstraße gebaut wird, werden Besucher in Klein Quenstedt über den Plattenweg gleich rechts am Ortseingang geleitet, zusätzliche Schildern weisen den Weg. Auf die - dadurch sehr wenigen - Parkmöglichkeiten wird gleichfalls hingewiesen. Der Rückweg nach Halberstadt führt dann über Neu Runstedt.

www.wassermuehle-klein-quenstedt.de